Diese Rekord-Serie knackte nicht mal Bayern…

von Carsten Germann04.02.2026 | 23:39 Uhr
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Foto: Imago

DFB-Pokal-Viertelfinale – vor 45 Jahren endete in dieser Spielrunde die längste Sieges-Serie in diesem Wettbewerb. Fortuna Düsseldorf unterlag 1981 Hertha BSC, nachdem man am 31. Januar 1981 mit 2:0 gegen Werder Bremen im 18. Pokalspiel in Folge ungeschlagen blieb. Fussballdaten.de (mit Material von Kicker-Sportmagazin) blickt zurück.

Nur 12.000 Zuschauer verloren sich am 31. Januar 1981 im riesigen Düsseldorfer Rheinstadion. Die Fans, die da waren, sahen ein solides 2:0 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen und zwei Tore des überragenden Fortuna-Stürmers Klaus Allofs.

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  • Der inzwischen 69-jährige Düsseldorfer ist auch dank dieser zwei Buden aus der 43. Und 47. Minute der Rekordschütze der Fortuna im DFB-Pokal.
  • Er rangiert vor seinem jüngeren Bruder Thomas Allofs (66), der 16-mal in Pokalspielen einnetzte.

„Klaus Allofs Superstar“

„Klaus Allofs Superstar“, schrieb der Journalist und spätere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach dem Spiel gegen Bremen, „das 1:0 und 2:0 erzielte er mit herrlichen Volleyschüssen.“

  • Sie waren Ausdruck für das pure Selbstvertrauen am Rhein. 18 Pokalspiele ohne Niederlage – die Rekord-Serie der Fortuna hat bis heute Bestand.
  • Sie begann am 4. August 1978 in Runde eins mit einem 7:2 gegen den damaligen Zweitbundesligisten Stuttgarter Kickers, selbst 1987 Pokalfinalist.
  • Um den Pokal im Finale zu holen, musste in Hannover gegen Hertha BSC eine Verlängerung her – 1:0 durch ein Tor von Wolfgang Seel.
  • Auch im Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg (4:1) ging es für die Fortunen nicht ohne Verlängerung einher.
  • 1980 stand Fortuna Düsseldorf nach sechs Siegen, u. a. bei Kickers Offenbach und einen gewissen Rudi Völler (5:2 n. V.) und gegen den BVB (3:0) im Halbfinale wieder im DFB-Pokal-Endspiel – und schlug den rheinischen Erzrivalen 1. FC Köln in Gelsenkirchen mit 2:1.
    • Nicht ohne ein Tor der Allofs-Brüder: Thomas Allofs schoss Fortuna gegen den FC zur Pokal-Titelverteidigung.

Drei Finals, drei Trainer

  • Fortuna Düsseldorf erreichte die DFB-Pokal-Finalspiele 1978 (0:2 gegen den 1. FC Köln in Gelsenkirchen) bis 1980 mit drei verschiedenen Trainern: Dietrich Weise († 2020), Hans-Dieter Tippenhauer († 2021) und dem legendären Otto Rehhagel (87).
  • Die Rekord-Serie der Fortuna endete am 28. Februar 1981 in Berlin – Mit 2:1 nahm Hertha BSC Revanche für das zwei Jahre zuvor verlorene Finale. Für die Berliner trafen Werner „Killer“ Killmaier und Thomas Remark.
  • Das fünfte Turnier-Tor von Thomas Allofs zum 2:1 reichte nicht aus.
  • 18 Spiele ohne Pokal-Niederlage – diesen Rekord erreichte nicht einmal die deutsche Übermannschaft vom FC Bayern München.

Wie lange war Bayern im Pokal ungeschlagen?

Noch als Oberligist kamen die Münchner zwischen 1957 und 1968 in einem Zeitraum von elf Jahren – von 1957 und 1965 nahmen sie nicht am DFB-Pokal teil – auf 17 ungeschlagene Spiele.

  • 16-mal blieb der deutsche Rekord-Pokalsieger aus München zwischen dem 20. August 2012 (Beginn der Triple-Saison 2012/2013 mit „Don Jupp“ Heynckes) und dem 8. April 2015 im Pokal ungeschlagen.
  • Dann stürzte Bayern im Halbfinale über den BVB und Jürgen Klopp – 1:3 in einem kuriosen Elfmeterschießen, als Philipp Lahm und Xabi Alonso bei ihrer Elfer-Ausführung am Punkt ausrutschten.
  • Bayern und Leipzig blieben zuletzt von 2018 bis 2020 bzw. von 2021 bis 2023 jeweils in 13 Spielen ungeschlagen.