Drama um BVB-Zielspieler, aber diese Stars konnten den Panenka-Elfer

Es war das Aufreger-Spiel der Woche. Der Afrika-Cup 2025 erlebte mit dem Skandal im Finale Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 n. V. (1:0; 0:0; 0:0) einen tieferen Tiefpunkt. Zum tragischen Helden wurde Marokko-Star Brahim Diaz (26) von Real Madrid, der einen Elfmeter zum hoch wahrscheinlichen Triumph der „Löwen vom Atlas“ vergab. Er wollte es wie Antonin Panenka 1976 für die CSSR gegen Deutschland im EM-Finale machen und scheiterte kläglich. Doch wer konnte den Panenka?
Sie kennen uns, wir sind immer ehrlich und wir halten uns an die Fakten. Aber so ein Finale wie Senegal gegen Marokko hat es auch für unsere Redaktion noch nicht gegeben, jedenfalls nicht in unseren Live-News.
Ein an sich langweiliges Spiel geriet zum Skandal-Finale. Das nicht anerkannte Kopfballtor der Senegalesen in der dritten Nachspielzeit nach angeblichem Offensivfoul sorgte dann innerhalb einer Minute für eine unfassbare Dynamik und für den größten Eklat in der Geschichte dieses Wettbewerbs.
Die „Löwen vom Atlas“ hatten dann in der sechsten Minute der Nachspielzeit den VAR-Entscheid auf ihrer Seite.
Brahim Diaz fiel im Strafraum gegen Pape Gueye – und es gab Elfmeter für Marokko.
Eine harte Entscheidung gegen den Afrika-Cup-Sieger von 2022, ohne Frage. Die Mannschaft aus dem Senegal verließ daraufhin geschlossen den Rasen. Auch Sadio Mané konnte seine Teamkollegen lange nicht beruhigen.
Es dauerte fast 15 Minuten, ehe der frühere Bayern- und Liverpool-Profi Mané seine Kollegen zum Weitermachen überreden konnte.
Welche Wortwahl in der Kabine fiel, wissen wir nicht.
- Erst in der 111. Minute und eine Viertelstunde nach dem Elfmeter-Entscheid kehrten die „Löwen von Teranga“ auf Initiative von Mané und unter den Pfiffen der marokkanischen Fans auf das Spielfeld zurück.
- Der Gefoulte Diaz, schoss den so wichtigen Elfer aber in die Arme des Keepers Edouard Mendy!
Sein Lupfer Marke Panenka ging komplett daneben – Eine unglaubliche Szene.
„Dieser Elfmeter war respektlos“, urteilte der frühere marokkanische Nationaltrainer Hervé Renard (57), „jeder hat das Recht, einen Elfer zu verschießen, aber in diesem Fall habe ich kein Mitleid.“
Wann wollte der BVB Brahim Diáz verpflichten?
Marokkos Superstar von Real Madrid vergab die Chance, die 50 Jahre währende Titelflaute der Nordafrikaner in diesem Wettbewerb zu beenden.
- Als erster Spieler seines Landes hatte Diáz in fünf Afrika-Cup-Spielen in Folge getroffen.
- Der mit fünf Toren aus sieben Spielen beste Torjäger des Turniers stand im Januar 2025 laut Goal.com in Verbindung mit dem BVB. Die Dortmunder suchten damals einen Nachfolger für den zu Aston Villa abgewanderten niederländischen Außenstürmer Donyell Malen.
Aus diesem Transfer wurde nichts – und auch aus dem Panenka-Streich nicht!
Wer traf wie Antonin Panenka per Lupf-Elfmeter?
Das hätte sich der Prager Schwejk Antonin Panenka (77) sicher nicht träumen lassen, dass sein genialer Lupf-Elfmeter gegen DFB-Torhüter-Idol Josef Dieter, genannt „Sepp“ Maier (81) im EURO-Finale am 20. Juni 1976 im „Marakana“ von Belgrad für die Tschechoslowakei noch einmal so ins Gespräch kommen würde.
50 Jahre nach dem Sieg bringenden Elfmeter von Panenka gegen Deutschland scheiterte Diáz beim Versuch, es dem später auch für Rapid Wien spielenden tschechischen Weltstar gleichzutun.
Der Panenka-Heber – vom Elfmeterpunkt gelupft in die Tormitte, das können offenbar nur die ganz Großen der Fußballerzunft.
Wie Diáz‘ marokkanischer Teamkollege Achraf Hakimi! Der frühere Dortmund-Profi, jetzt PSG, schoss Marokko gegen Spanien mit diesem Elfer-Trick bei der WM 2022 in Katar zum 3:0-Sieg im Elfmeterschießen ins Viertelfinale.
Und auch der Monsieur kann den Panenka: Karim Benzema machte es gegen Manchester City für Real Madrid im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales 2022 (3:4) gegen den brasilianischen Keeper Ederson wie einst der schlitzohrige Tscheche.
Natürlich wäre diese Liste nicht komplett ohne ihn: „Il Capitano“, Francesco Totti. Der Ur-Römer lupfte den Ball für Italien im EURO-Halbfinale 2000 in Amsterdam gegen Co-Gastgeber Niederlande sogar via Innenpfosten ins Tor – genial.
Über allen steht aber der am meisten abgelichtete Tribünengast beim Afrika-Cup 2025: Zinedine Zidane (53).
Frankreichs Fußball-Idol leistete im WM-Finale am 9. Juli 2006 in Berlin Maßarbeit. Sein Elfmeter für die „Equipe Tricolore“ zum 1:0 gegen Italien ging an die Unterkante der Querlatte und von dort hinter die Linie. Zidane machte Zidane-Sachen…



