Vier-Tore-Mann Salah begeistert Liverpool

von Marcel Breuer15:14 Uhr | 18.03.2018
Mohamed Salah erzielte vier Tore gegen Watford. Foto: Anthony Devlin
Liverpool - Den Spielball nahm Mohamed Salah nach seinem ersten Viererpack natürlich mit nach Hause. Fragen nach dem Top-Torjäger fand sein Trainer Jürgen Klopp überflüssig.


«Er hat die Antwort doch schon gegeben», sagte der Liverpool-Coach. «Er hat es mit vier Toren beantwortet und wenn sie mich fragen, wie ich das finde, ich finde es ziemlich außergewöhnlich.» Mit seinen vier Treffern bei Liverpools 5:0-Sieg gegen den FC Watford erhöhte der Ägypter sein Tore-Konto auf 28 - aktueller Spitzenwert in der Premier League.

Britische Medien schwärmten einmal mehr von dem Stürmer, dem einst in zwei Jahren beim FC Chelsea nur zwei Tore gelangen. «Das wird langsam lächerlich», schrieb die Zeitung «Guardian» und nannte Salahs Auftritt «so perfekt und gnadenlos wie alles, was das berühmte Stadion (in Anfield) seit Jahrzehnten gesehen hat». Das Lokalblatt «Liverpool Echo» lobte sein «unerhörtes Talent». Mit dem früheren Hoffenheimer Roberto Firmino, der bei Kälte und Schneegriesel das 3:0 erzielt hatte, bilde Salah «das inspirierteste Duo der Liga».

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Mohamed Salah
MittelfeldÄgypten
Zum Profil

Person
Alter
27
Größe
1,75
Gewicht
71
Fuß
L
ø-Note
2.36
Saison 2017/2018

Premier League

Spiele
36
Tore
32
Vorlagen
10
Karten
1--


Vergleiche mit Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona kommen für seinen Trainer aber zu früh. «Ich glaube nicht, dass Mo mit Lionel Messi verglichen werden möchte», sagte Klopp. «Mo ist auf einem fantastischen Weg, das ist sicher. Aber wie das im Leben immer ist, wenn du so ein Talent hast, dann musst du das konstant und beständig zeigen.» Was Salah bisher ganz gut gelingt. «Er ist unbeschreiblich», schwärmte auch Liverpool-Verteidiger Joe Gomez. «Die Tore, die er macht sind unentbehrlich und es ist toll mit ihm zu spielen.»

FC Liverpool
Premier League
Rang: 4Pkt: 63Tore: 73:34



Durch den deutlichen Sieg gegen den bisherigen Tabellenzehnten Watford verdrängte Liverpool vorübergehend Tottenham Hotspur von Platz drei und rückte an den Zweiten Manchester United heran. Die Konkurrenten haben allerdings jeweils ein Spiel weniger absolviert, weil sie am Wochenende im Viertelfinale des FA Cups aktiv waren.

Die Spurs setzten sich ohne den verletzten Harry Kane mit 3:0 (2:0) bei Swansea City durch. Der zwölfmalige Pokalsieger Man United gewann dank Romelu Lukaku (37.) und Nemanja Matic (83.) mit 2:0 (1:0) gegen Brighton & Hove Albion. Trainer José Mourinho, der am Freitag auf einer Pressekonferenz mit einem zwölfminütigen Monolog erstaunt hatte, war trotzdem unzufrieden. «Wir haben nicht so gespielt, wie ich wollte», schimpfte er. Nach nur zwei Torschüssen seines Teams unterstellte er, die Spieler hätten «Angst gehabt zu spielen».

Als Wiedergutmachung nach dem Aus in der Champions League war das 2:0 für Mourinho zwar zu wenig, aber mit dem Halbfinal-Einzug wahrten die Red Devils immerhin die letzte Chance auf einen Titel in dieser Spielzeit. Für den «Telegraph» ein Hoffnungsschimmer: «Der Gewinn des FA Cups und Platz zwei in der Premier League würden ihm zumindest erlauben zu sagen, dass die Saison kein totaler Reinfall war.»

(dpa)

Im Vergleich zu den Artikeln, die sie schreiben, sind die Märchen aus Tausendundeiner Nacht empirische Untersuchungen.

— Christoph Daum über türkische Sportjournalisten