Europa League

Italienische Pressestimmen: "Ein Abend voller Bitterkeit"

11:23 Uhr | 23.02.2018

Von einem "tollen Spiel an einem Abend von Bitterkeit und Wehmut" schrieben die italienischen Medien nach dem Ausscheiden des Serie-A-Spitzenreiters SSC Neapel in der Europa League. Trainer Maurizio Sarri habe Napoli mit dem 2:0 bei RB Leipzig "seine Würde zurückgegeben", schrieb die Corriere della Sera.

Die Gazzetta dello Sport verabschiedete Atalanta Bergamo nach dem 1:1 im Rückspiel gegen Borussia Dortmund mit warmen Worten. "Atalanta ist eine lebendige, intelligente und freigiebige Mannschaft, die mit ihrer Leistung gegen Borussia beeindruckt", so das Blatt. - Die italienischen Pressestimmen im Überblick:

RB Leipzig - SSC Neapel (0:2)

Gazzetta dello Sport: "Neapel hätte es fast geschafft. Großartige Leistung in Leipzig. Die Truppe von Maurizio Sarri kämpft bis zur letzten Minute, der Druck auf die Leipziger ist groß. Doch das 2:0 genügt nicht, um in der Europa League weiterzukommen. Jetzt heißt es, sich ganz auf die Meisterschaft zu konzentrieren".

Corriere dello Sport: "Tolles Spiel an einem Abend voller Bitterkeit und Wehmut für Neapel. Neapel spielt auf absolut hohem Niveau und beherrscht anderthalb Stunden lang das Spielfeld. Ein teuflisch spannendes Match, das jedoch nicht genügt, um den Traum der Europa League am Leben zu halten".

La Repubblica: "Nach dem Spiel gegen Leipzig wird niemand mehr den SSC Neapel beschuldigen können, die Europa League zu verschmähen. Doch es ist zu spät. Die Leipziger verteidigen mit Händen und Füßen den Vorsprung aus dem Hinspiel. Sarris Truppe verabschiedet sich mit Stolz und unter dem Applaus der Fans von der Europa League".

Corriere della Sera: "Sarri setzt für das Auswärtsspiel gegen Leipzig die Stammspieler ein, die dem SSC Neapel wieder seine Würde zurückgeben. Doch die hochkarätige Truppe genügt nicht, um die schwache Leistung der vergangenen Woche zu kompensieren. Neapel drückt auf das Gaspedal und hofft auf das Wunder. Die Leistung ist beachtenswert, doch das Resultat genügt nicht. Die Fehler aus dem Hinspiels werden teuer bezahlt".

La Stampa: "Die Neapolitaner glänzen in Leipzig, allerdings zu spät. Zwei Tore und nichts in der Hand: Ein schwerer aber nutzloser Sieg in Deutschland gibt Neapel den Stolz, aber nicht die Europa League zurück."

Atalanta Bergamo - Borussia Dortmund (1:1)

Gazzetta dello Sport: "Das Endergebnis ist ein Messerstich, der jedoch nicht die Schönheit dieses Spiels vernichtet. Atalanta ist eine lebendige, intelligente und freigiebige Mannschaft, die mit ihrer Leistung gegen Borussia beeindruckt. Größtenteils dominieren die Lombarden, die immer wieder gefährlich werden. Die Borussia-Verteidiger verlieren die Orientierung, Atalanta macht einen Schritt in Richtung des großen Ziels, scheitert jedoch mit seinen Träumen".

Corriere dello Sport: "Ein einziger Fehler kostet Atalanta Bergamo die Europa League. Die Lombarden zahlen einen hohen Preis für den Fehler Berishas. Das Rennen dieser spektakulären, aber zugleich auch naiven und unreifen Mannschaft ist zu Ende. Atalanta muss sich von der Europa League verabschieden, doch all das, was Trainer Gasperini gesät hat, wird nicht verloren gehen. Der Lauf in der Europa League ist zu Ende, aber nicht Atalantas Erfolgskurs".

La Repubblica: "Zwei Bundesligisten versenken an einem einzigen Abend zwei italienische Klubs in der Europa League. Schade für Atalanta, eine arme, große und kampfeslustige Mannschaft. Gasperinis Truppe verabschiedet sich von der Europa League nach einem umkämpften Match. Einziger Fehler der Lombarden war es, nicht das 2:0 gemacht zu haben. Dann wäre alles anders gekommen".

Corriere della Sera: "Borussia Dortmund beendet den europäischen Ritt Atalantas. Im Duell präsentiert sich Borussia schlauer, aber nicht stärker als die Lombarden. Der Druck Atalantas auf die Gegner nimmt zu, die Spieler erarbeiten sich Torchancen, schaffen aber nicht den Durchbruch. Den K.o.-Schlag versetzt Schmelzer, der einen Fehler Berishas ausnutzt. Atalantas Europa-Träume versinken im Regen".

La Stampa: "Atalantas Märchen fehlt das Happy End. Die Lombarden hoffen auf ein Meisterstück, doch die Mannschaft zerschellt an Borussias Abwehr. Die Atalanta-Tifosi weinen bittere Tränen."

(sid)

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