FC St. Pauli vs. HSV in der Schlusskonferenz: Schwarze Serie hält

von Carsten Germann23.01.2026 | 22:50 Uhr
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Foto: Imago

FC St. Pauli gegen den HSV im Hamburg-Derby am Millerntor. Torlos und Verspätung ging es in die zweite Halbzeit, die wir von Fussballdaten.de in unserem Format „Schlusskonferenz“ für Sie begleitet haben. Besser wurde es im Schlussspurt nicht, 0:0 am Ende.

Nein, die Tagesform konnte sicher vorab keinen Aufschluss auf den Spielverlauf im Derby FC St. Pauli gegen den HSV geben!

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Hamburg holte in 2026 nur einen Punkt – 0:0 gegen Gladbach –, spielte aber auch erst zwei Mal. 1:2 in Freiburg, die Heimpartie gegen Leverkusen fiel witterungsbedingt aus.

Das gilt auch für den FC St. Pauli, dessen Heimspiel gegen RB Leipzig am Millerntor dem winterlichen Wetter in Hamburg zum Opfer fiel.

Die „Kiez-Kicker“ verloren allerdings beide absolvierten Spiele: 1:2 in Wolfsburg und 2:3 beim BVB.

  • Entsprechend verhalten begannen beide Teams und am Ende der ersten Halbzeit sah es bei jeweils 0,07 XGoals auf keiner Seite nach einem Treffer aus.

FC St. Pauli gegen den HSV: Wann platzt der Knoten?

„Nach der Verpflichtung von Damion Downs herrscht noch Stagnation auf der Mittelstürmerposition“, schrieb das Kicker-Sportmagazin am Donnerstag vor dem Spiel.

  • Ja, Downs kam im ersten Durchgang gerade mal auf sieben Ballaktionen, fünf gespielte Pässe und null Torschüsse – wie der HSV insgesamt.

Die Frage, wann wir am Millerntor Torschüsse und Treffer sehen, zögerte sich nach einer Pyro-Show in der Halbzeit hinaus.

  • Das Spiel wurde mit einer Verspätung von zehn Minuten wieder angepfiffen.
  • Der HSV jetzt agiler, doch die Torschussbilanz von einem Shot on Target ließ sich erstmal nicht verbessern.

Dreifach-Wechsel beim HSV

Ein Kopfball nach Ecke von rechts von Luka Vuskovic fing der bosnische St. Pauli-Torhüter Nikola Vasilj im Nachfassen noch ab (54.).

Dann der Dreifach-Wechsel beim HSV nach 68 Minuten: Rayan Philippe, Jean-Luc Dompé und Robert „Bobby“ Glatzel ersetzten Fabio Baldé, Damion Downs und Ransford-Yeboah Königsdörffer.

Würden die neuen Offensivkräfte die Wende bringen?

  • Zwei Torschüsse und 0,48 XGoals waren nach 70 Minuten sicher nicht das, was man sich auf HSV-Seite vorgestellt hatte für dieses Derby.
  • Hamburg ist die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga.
  • In der 79. Minute rettete Daniel Heuer Fernandes bei einem Schrägschuss von Daniel Sinani dem HSV für den Moment das Remis.

Von den Gästen aus dem Volkspark kam in der Schlussphase zu wenig, aber sie hatten mit 87:63 die bessere Zweikampfbilanz (80.).

Eine Minute später musste Heuer Fernandes wieder mit der Pranke ran, dieses Mal gegen einen 17-Meter-Schuss von Arkadiusz Pyrka.

  • Das HSV-Offensivspiel in der Gegenbewegung war in dieser Phase zu unpräzise – trotz einer 86-Prozent-Passquote.

„Es war für beide Überlebenskampf“

So, also mit zwei Schüssen auf das gegnerische Tor in 90 Minuten, konnte der Hamburger SV seine Negativ-Serie beim Stadt- und Erzrivalen von sechs Pflichtspielen ohne Sieg im Millerntor-Stadion nicht beenden…

„Der HSV war in der ersten Hälfte etwas überlegen, beide haben sich schwergetan, Chancen herauszuspielen, für beide war es Überlebenskampf, beiden hat man angemerkt, dass sie Angst vor dem Abstieg haben“, sagte Sky-Experte Dietmar Hamann („The Didi Man“) anschließend.

Luka Vuskovic, Abwehrchef des HSV und „Man of the Match: „Wir haben defensiv gut gespielt, aber der Punkt ist okay. Ich hätte es in der 54. Minute besser machen müssen und bin schon ein wenig enttäuscht, auch wenn der Kopfball aus schwierigem Winkel kam.“