Drei verletzte Polizisten bei Marseille-Galatasaray

von Jean-Pascal Ostermeier | sid09:42 Uhr | 01.10.2021
In Marseille kam es zu Ausschreitungen
Frankreichs Fußball produziert abseits des Platzes weiter Negativschlagzeilen. Beim Europa-League-Spiel zwischen Olympique Marseille und dem türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul (0:0) wurden am Donnerstagabend drei Polizisten verletzt. Zuschauer warfen Rauchbomben und Feuerwerkskörper, das Spiel wurde acht Minuten lang unterbrochen. Es kam auch zu Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Fangruppen, bevor die Ruhe wiederhergestellt war.


"Heute Abend waren 550 Polizeibeamte nötig, um ein Fußballspiel stattfinden zu lassen. Drei von ihnen wurden verletzt, sie haben meine volle Unterstützung", schrieb Polizeipräfekt Frederique Camilleri bei Twitter.

Galatasaray-Fans wurde die Anreise aus der Türkei zu diesem Hochrisikospiel untersagt, der Verein hat zahlreiche Anhänger im restlichen Europa. "Unsere Fans sind wichtig für uns. Ich habe sie gebeten, ruhig zu bleiben. Sie haben auf mich gehört", sagte Galatasaray-Trainer Fatih Terim.


Seit der Rückkehr der Zuschauer in die französischen Fußballstadien war es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Ausschreitungen in den Arenen und in der Umgebung gekommen.

(sid)

Meine größte Sorge für den deutschen Fußball war nicht, dass wir bei Olympia vorzeitig ausscheiden. Sondern, dass der dritte deutsche Torwart als Feldspieler eingewechselt wird. Es wäre an Peinlichkeit nicht zu überbieten gewesen, wenn Stefan Kuntz das hätte tun müssen.

— Rudi Völler zum deutschen Olympia-Aus in Tokio.