Hainer: Frauenfußball im DFB stiefmütterlich behandelt

von Marcel Breuer11:00 Uhr | 14.10.2021
Präsident des FC Bayern München: Herbert Hainer. Foto: Sebastian Widmann/Getty Images Europe/ FC Bayern München/dpa
Bayern-Präsident Herbert Hainer inmacht sich dafür stark, den Frauenfußball aus dem DFB auszugliedern. Er rät aber davon ab, ihn unter dem Dach der Deutschen Fußball-Liga zu organisieren.

Sonntag, 17.10.2021





«Spontan gesagt glaube ich, dass auch das nicht die beste Lösung wäre. Der Fokus der DFL liegt auf dem Männerfußball», sagte der 67-Jährige im Interview der «Süddeutschen Zeitung».

Seine Präferenz sei es, «den Frauenfußball separat zu organisieren, in welcher Form auch immer. Darüber werden wir jetzt mit dem DFB reden. Wir haben unsere Hausaufgaben jedenfalls gemacht», fügte er hinzu. Der englische Verband habe vor zehn Jahren gesagt, er wolle den Frauenfußball fördern und habe ein Konzept geschrieben. «Heute spielen die Frauen dort vor 20.000 Zuschauern, die Topspiele kommen zur Primetime im Fernsehen», sagte Hainer.


Auch der FC Bayern mache sich Gedanken, wie er die Frauen-Mannschaft noch mehr in den Fokus rücken könne. «Generell erwarte ich mir in dieser Sparte viel mehr vom DFB. Da wird der Frauenfußball immer noch stiefmütterlich behandelt», unterstrich Hainer.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-587769/2

(dpa)

Natürlich sind da welche richtig sauer auf mich. Denken Sie, der zwölfte Mann oder die, die auf die Tribüne müssen, kommen jeden Tag zu mir und bringen mir ein Körbchen Eier und wir treffen uns und küssen uns?

— Hans Meyer auf die Frage nach der Stimmung in seiner Mannschaft.