Rapinoe zum Protestverbot des IOC: «Kurzsichtig und dumm»

von Marcel Breuer06:55 Uhr | 29.12.2020
Hält die umstrittene Regel 50 des IOC, die politischen Protest verbietet, für falsch: Megan Rapinoe. Foto: Uncredited/Democratic National Convention/AP/dpa
Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe hat angesichts der Proteste von Sportlerinnen und Sportlern gegen Rassismus mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio eine klare Ansage an das IOC gerichtet.

«Athleten werden protestieren. Ich denke, wir sind schon über den Punkt hinaus, dass das überhaupt eine Frage ist. Es kommen Athleten aus der ganzen Welt und diese Bewegung für soziale Gerechtigkeit und Grundrechte hat sich über die ganze Welt verteilt», sagte die 35 Jahre alte US-Nationalspielerin in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

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Megan Rapinoe
OL ReignAngriffUnbekannt
Zum Profil

Person
Alter
35
Größe
1,67
Daten
Spiele
21
Tore
11
Vorlagen
6
Karten
4--


Zur umstrittenen Regel 50, die einen Protest wie jene in den Nachthimmel gereckte Faust von Tommie Smith 1968 in Mexiko City unter Strafe stellt, sagte Rapinoe: «Diese Regel hätten sie von vornherein nie erlassen dürfen. Das war offensichtlich kurzsichtig und dumm und hat den ganzen Zweck verfehlt. Also: Vielleicht ein bisschen mehr nachdenken.» Team USA, das amerikanische Gegenstück zum Deutschen Olympischen Sportbund, hatte sich zuletzt klar dafür ausgesprochen, dass bei Olympischen Spielen für Menschenrechte und gegen Rassismus und Diskriminierung protestiert werden darf. Mitglieder des US-Teams sollen vom eigenen Verband für solche Gesten nicht bestraft werden.



© dpa-infocom, dpa:201228-99-836121/2

(dpa)

Der springt so hoch, wenn der wieder runter kommt, liegt auf seiner Glatze Schnee.

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