Lautern-Idol tot - UEFA-Cup-Halbfinale 2001

von Carsten Germann04.03.2026 | 23:30 Uhr
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Foto: Imago

Georg Koch ist tot. Der ehemalige Bundesliga-Torhüter von Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, 1. FC Kaiserslautern und MSV Duisburg erlag am Mittwoch im Alter von 54 Jahren einer Krebserkrankung. Fussballdaten.de erinnert an den Torhüter, der als Aufstiegsspezialist galt und mit Lautern einen der größten internationalen Erfolge feierte. Unser Redakteur hat Georg Koch mehrfach interviewt und verneigt ich vor der Lebensleistung des Torhüters aus Nordrhein-Westfalen.

Lautern-Idol tot: UEFA-Cup-Halbfinale 2001

Georg Koch hatte seine Bauchspeicheldrüsen-Krebserkrankung im Jahr 2024 öffentlich gemacht. Koch ging sehr offen mit seiner Krankheit um. „Ich werde sterben, aber wann mich der liebe Gott holen wird, ist noch nicht entschieden“, sagte der ehemalige Torhüter damals in einem Interview mit BILD.

Seine letzte Station als Torwart-Trainer war 2023 der Drittligist Viktoria Köln, danach wirkte er noch als Team-Manager des Vereins aus dem rechtsrheinischen Stadtteil Höhenberg.

Seine Spieler-Karriere hatte Koch nach einer Ohr-Schädigung beenden müssen, die er infolge eines Knall-Traumas im Wiener Derby zwischen Austria FK und seinem letzten Profi-Klub, Rapid Wien, am 24. August 2008 erlitten hatte.

Mehr als eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro, verhängt durch den Strafsenat der österreichischen Bundesliga, gab es in diesem Fall nicht, da der Täter nicht ermittelt werden konnte.

Was für ein tragisches Ende für Georg Koch, der in nur sieben Liga-Spielen für den österreichischen Rekordmeister SK Rapid zwischen den Pfosten stand.

Wie oft stieg Georg Koch in die Bundesliga auf?

Die meisten Ligaspiele absolvierte Georg Koch für den MSV Duisburg (93).

  • Mit den „Zebras“ stieg er 2005 und 2007 in die Bundesliga auf.
  • Weitere Aufstiege gelangen ihm 1995 mit Fortuna Düsseldorf und 1999 mit Arminia Bielefeld.
  • Am häufigsten in der ersten Bundesliga spielte Koch für Lautern (85 Partien / 24-mal ohne Gegentor).
  • Georg Koch gewann auch nationale Titel – und zwar mit Dinamo Zagreb. Mit dem kroatischen Hauptstadtklub feierte er 2008 das „Double“ mit Meisterschaft und Pokalsieg.
  • In der Champions League spielte Koch nur in der Qualifikation.
  • Er kassierte allerdings in Diensten von Dinamo Zagreb und Rapid Wien 13 Gegentore in acht Auftritten.
  • Sein größter internationaler Erfolg war das Erreichen des UEFA-Cup-Halbfinales 2001 mit dem 1. FC Kaiserslautern, wo er in elf Spielen vier Mal ohne Gegentor blieb.
  • Nur beim 1:0 (Viertelfinal-Hinspiel) gegen seinen Ex-Klub PSV Eindhoven wurde er von Roman Weidenfeller ersetzt.
  • Lautern scheiterte vor 25 Jahren mit 2:9 in der Addition an CD Aláves aus Spanien. Dennoch war es das geteilt beste Abschneiden der Pfälzer im Europacup neben dem UEFA-Cup-Halbfinale 1982.

Ruhe in Frieden, „Schorsch“ – Du warst ein großartiger Mensch, ein toller Interview-Partner und ein Torwart-Riese.