Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

von Marcel Breuer22:49 Uhr | 20.03.2019
Mit einem 1:1 (0:1) im Testspiel gegen Serbien startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Länderspieljahr 2019.


Hier die deutschen Spieler in der Einzelkritik:

Neuer: 45 frustrierende Minuten im Tor. Beim Kopfballtor von Jovic machtlos (12.). Ohne Chance, seinen Nummer-1-Status nachzuweisen.

Klostermann: Der Leipziger bot ein gutes Debüt. Gab den ersten Schuss ab. Starke Rettungstat gegen Jovic (24.). Am Ende aber verletzt raus.

Tah: Unsicher im Abwehrzentrum. Einige Stellungsfehler, in der Spieleröffnung zu verhalten. Nur die «5» erinnerte an Hummels.



Süle: Den Münchner hat Löw als neuen Abwehrchef auserkoren. Strahlte keine Sicherheit aus. Resolut im Zweikampf, überlaufen von Lazovic.

Halstenberg: Über seine linke Seite ging für die Serben zu viel. Der Leipziger agierte gehemmt, harmonierte wenig mit Vordermann Sané.

Kimmich: Unglückliche Kopfballabwehr vorm 0:1. Wollte als Antreiber das Team führen. Einige gute Pässe, etliche Aktionen verpufften.


Havertz: Der 19-Jährige durfte bis zur Pause sein Spielmachertalent andeuten. Schoss einmal zu mittig (3.), feiner Pass auf Werner (22.).

Gündogan: Der ManCity-Profi hatte einige gut Balleroberungen. Vergab das 1:1, als sein Schuss auf der Linie geklärt werden konnte. Nach der Pause erstmals Kapitän.

Brandt: Der Leverkusener begann dynamisch auf dem rechten Flügel. Kam jedoch nicht zur finalen Aktion, ob als Vorbereiter oder Schütze.


Werner: Ein höchst unglücklicher Abend für den Mittelstürmer. Scheiterte bei zwei Großchancen an Torwart Dmitrovic (22./36.).

Sané: Der schnelle Außen kam erst nach der Pause ins Spiel. Köpfte einmal zu schwach (64.), scheiterte zweimal am Torwart (73./77.). Grob gefoult von Pavkov, der in der Nachspielzeit dafür Rot sah.

ter Stegen: Der Herausforderer von Kapitän Neuer konnte sich im Tor auch nicht auszeichnen. Von den Serben kam nach der Pause nur wenig.

Reus: Mit dem Dortmunder kam richtig Schwung ins Offensivspiel. Zwang Serbiens Torwart zur Glanzparade (59.), klasse Vorbereitung des 1:1.

Goretzka: Löste Brandt ab (56.). Und wie: Erzielte entschlossen das 1:1, sein siebtes Länderspieltor. Der Münchner war sehr dynamisch.

Kehrer: Kam noch ganz spät für den verletzten Klostermann (90.).

Schulz: Kam für den gefoulten Sané kurz vor dem Abpfiff.

(dpa)

Jeder Tag ist schön, wenn Fußball gespielt wird.

— Stefan Effenberg