Tah und Klostermann verstärken U21-Team bei EM

von Marcel Breuer13:09 Uhr | 22.05.2019
Die Fußball-Nationalspieler Jonathan Tah von Bayer Leverkusen und Lukas Klostermann von RB Leipzig werden die U21-Auswahl bei der EM-Titelverteidigung in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni) verstärken.


Darauf haben sich Bundestrainer Joachim Löw und U21-Coach Stefan Kuntz verständigt. Die Akteure werden aber zunächst die EM-Qualifikation in Weißrussland am 8. Juni und drei Tage später gegen Estland bestreiten, ehe sie zur U21 dazustoßen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt.

Paris-Profi Thilo Kehrer, die beiden Leverkusener Julian Brandt und Kai Havertz sowie Leroy Sané von Triple-Gewinner Manchester City und der Leipziger Timo Werner werden dagegen nicht für die U21 spielen, wenngleich sie noch spielberechtigt gewesen wären. «Wir sind froh, dass wir auf Jona und Lukas bei der EURO zurückgreifen können. Sie sind unsere beiden Kapitäne und absolute Führungsspieler auf und neben dem Platz», sagte Kuntz. Er befinde sich mit Löw im ständigen Austausch, «was für den Spieler in der aktuellen Phase am besten ist, um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen.»



Kuntz nominierte 27 Spieler in seinen vorläufigen Kader. Nach dem am 2. Juni beginnenden Trainingslager in Südtirol werden noch vier Akteure aus dem Aufgebot gestrichen. Vor zwei Jahren hatte das DFB-Team die U21-EM durch ein 1:0 gegen Spanien gewonnen. Von der Titelverteidigung wollte Kuntz nicht sprechen, trotzdem habe das Team «ambitionierte Ziele». So wird die Halbfinal-Teilnahme anvisiert, womit auch die Olympia-Teilnahme gesichert wäre.



Auch wenn Stars wie Havertz oder Sané nicht auflaufen, verfügt das U21-Team über viel Erfahrung. Als Torwart wurde unter anderem der Schalker Alexander Nübel nominiert, dazu kommen Leistungsträger wie Mahmoud Dahoud (Dortmund), Nadiem Amiri (Hoffenheim), Florian Neuhaus (Gladbach) oder die Eggestein-Brüder Max und Johannes (Bremen).

(dpa)

Die einen sollen auf dem Fußballfeld pfeifen, die anderen am Strand.

— Ottmar Hitzfeld zur Leistung des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Al Ghamdi beim Spiel der Schweiz gegen Chile bei der WM 2010