Trotz Transfers: Klopp-Klub mit krassem Fehlstart

Auch die österreichische Admiral Bundesliga hat sich am Freitagabend aus der Winterpause gemeldet. Im Eröffnungsspiel unterlag Serien-Meister Red Bull Salzburg vor heimischer Kulisse in Wals-Siezenheim dem FK Austria Wien mit 0:2. Was für ein Paukenschlag.
„Das war eine Bestätigung für die Arbeit, manches dürfte ja nicht so schlecht sein“, scherzte Stephan Helm von Austria Wien nach dem 2:0-Erfolg seiner Mannschaft bei RB Salzburg zum Jahres-Start in der österreichischen Admiral Bundesliga.
Nein, beim Bundesligisten aus dem zehnten Wiener Gemeindebezirk Favoriten war in dieser Saison nicht alles schlecht: Austria Wien verbesserte sich auf Rang drei.
- Red Bull Salzburg bleibt zwar mit 32 Zählern Tabellenführer, doch Verfolger Linzer ASK schloss nach einem 1:0 gegen WSG Tirol am Samstag nach Punkten zum Spitzenreiter auf.
Experten wie Österreichs Fußball-Idol Andreas Herzog erwarteten schon vorher ein enges Titelrennen. „Ich glaube, dass Salzburg vorrangig von den Schwarz-Weißen gefordert wird“, sagte der UEFA-Cup-Sieger von 1996 (mit Bayern) der Wiener Kronen-Zeitung (Freitags-Ausgabe), „aber nicht von jenen von Sturm Graz, sondern vom LASK.“
„Das Momentum im Titelkampf spricht für den LASK“, glaubt der ehemalige U21-Nationaltrainer Werner Gregoritsch (67), Vater von Augsburg-Profi Michael Gregoritsch, „Didi Kühbauer lässt dort keine Schlampereien aufkommen.“
23 Spiele
- Es war die vierte Saison-Niederlage für die Salzburger Bullen, die sich in der Europa League nach der Ligaphase verabschieden mussten.
- Für Austria Wien endete am Freitagabend eine Serie von 23 sieglosen Spielen gegen den österreichischen Branchenführer aus Salzburg.
Jürgen Klopp (58), Head of Global Soccer bei Red Bull, war nicht in der Salzburger Arena, dafür aber der Technische Direktor Mario Gomez und der deutsche ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, der selbst Red-Bull-Vergangenheit hat.
- Nur 7.459 Zuschauer wollten das Eröffnungsspiel in der Red-Bull-Arena sehen.
„Fehlstart vor trauriger Kulisse“, so titelten die Salzburger Nachrichten, „Red Bull Salzburg blamiert sich gegen einstigen Punktelieferanten.2
Richtig.
- Seit dem letzten Austria-Sieg am 27. Mai 2018 hatten die „Roten Bullen“ mehrere Serien gegen die Wiener hingelegt.
- Die längste davon: Acht Siege in Folge, Oktober 2020 bis Oktober 2022.
Drei Winter-Transfers
- Trotz der Tabellenführung: RB Salzburg hat nur zwei der letzten sechs Liga-Spiele in Österreich gewinnen können.
- Im Winter hatte der von Klopp betreute Red-Bull-Klub noch einmal drei neue Spieler geholt, für Tim Drexler von 1899 Hoffenheim und den bosnisch-ungarischen Außenstürmer Damir Redzic von Dunajaska Streda gaben die Salzburger dabei mehr als 6,5 Mio. Euro aus.


