Mixed Zone

Durchmarsch als Ziel für Uerdingen - Sunderland will Talfahrt stoppen

15:12 Uhr | 03.11.2017

1:0 Zonlinski (37.)
2:0 Krauße (61.)
3:0 Zonlinski (63.)



Vor diesem Wochenende blickt Fussballdaten in der Rubrik auf mehrere Klubs in der Krise sowie auf einen ehemaligen Bundesligisten, der wieder ins Profigeschäft möchte.

SC Paderborn – VfL Osnabrück
(Samstag, 14:00 Uhr)

Der VfL Osnabrück erlebt womöglich einen der turbulentesten Saisonstarts in der Vereinshistorie. Nach nur zwei Punkten aus den ersten vier Spielen erlebten die Niedersachsen mit dem Pokalsieg über den HSV sowie sieben Zählern aus den nächsten drei Ligapartien ein kleines Hoch, fanden sich aber danach in der Tiefe des Tabellenkellers wieder. Bis zum vergangenen Wochenende waren die Osnabrücker seit Anfang September ohne Sieg und kassierten fünf Niederlagen, unter anderem in den Derbys gegen Meppen und Münster. Der VfL war vor dem letzten Samstag Schlusslicht der 3. Liga, konnte sich mit dem 4:0 gegen den FSV Zwickau aber ein wenig Luft verschaffen. Nun geht es zum Spitzenreiter und Lokalrivalen SC Paderborn. Dort sahen die Lilaweißen in den letzten Jahren nie gut aus: Den einzigen Auswärtssieg gab es dort im Februar 2008.

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Wuppertaler SV – KFC Uerdingen
(Samstag, 14:00 Uhr)

Im Mai war es soweit: Der frühere Bundesligist KFC Uerdingen kehrte nach zwei Jahren Oberliga-Fußball wieder in die Viertklassigkeit zurück. Doch für die Krefelder soll die Regionalliga West nur eine Zwischenstation sein: Ziel ist die Rückkehr in den Profifußball. Dafür investierten die Krefelder einen Millionenbetrag und holten sowohl für die Trainerbank als auch für die Mannschaft erfahrene Leute. Michael Wiesinger löste André Pawlak als Coach ab und mit Spielern wie Christopher Schorch oder Christian Dorda kamen Akteure, die zahlreiche Bundesliga-Partien absolviert haben. Das aktuelle Uerdinger Team verfügt über die Erfahrung von mehr als 1.000 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga. Bislang ist der KFC in dieser Saison im Soll und führt die Tabelle der Regionalliga an. Am Wochenende müssen die Krefelder bei Wuppertal aber unbedingt nachlegen, denn der ärgste Verfolger, Viktoria Köln, spielt zeitgleich beim Schlusslicht SV Westfalia-Rhynern. Uerdingen hat nur eine der letzten fünf Partien gegen den WSV gewinnen können und hat noch eine Rechnung offen. 2015/16 verlor der KFC mit 0:5 und 0:2 und musste am Saisonende als Tabellenzweiter zusehen, wie Wuppertal die Regionalliga aufstieg. 

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FC Middlesbrough – AFC Sunderland
(Sonntag, 13:15 Uhr)

38 Kilometer und ein Fluss trennen die beiden Städte Middlesbrough und Sunderland voneinander. Die beiden Klubs aus dem Nordosten Englands sind gemeinsam nach der vergangenen Spielzeit aus der Premier League abgestiegen und finden sich nach einem guten Drittel der Championship-Saison in verschiedenen Tabellenregionen wieder. Während Middlesbrough nach einem gemischten Start langsam an die Playoff-Plätze herankommt, ist Sunderland der Einstieg deutlich misslungen. Die Black Cats haben nur ein Spiel gewonnen und stehen mit zehn Punkten und 30 Gegentreffern auf Platz 22 der Championship. Nach dem 3:3 am Dienstag gegen Schlusslicht Bolton zogen die Verantwortlichen die Reißleine und entließen Trainer Simon Grayson. Das Tees-Wear-Derby gegen Middlesbrough könnte für die Black Cats also ein wichtiger Punkt in dieser Saison werden: Mit einem Sieg verschafft sich das Team etwas Luft im Abstiegskampf – bei einer Niederlage wird die Lage für den ehemaligen Erstligisten noch schlimmer. 

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FC Metz – OSC Lille
(Sonntag, 17:00 Uhr)

Vor einiger Zeit berichteten wir in dieser Rubrik über den FC Metz und dessen schwachen Saisonstart in der Ligue 1. Der französische Klub hat nach fünf Niederlagen in Serie erst am sechsten Spieltag das erste zählbare Ergebnis einfahren können: Bei SCO Angers gab es einen 1:0-Auswärtserfolg. Doch dieser Sieg blieb bislang der einzige positive Lichtblick in der Liga. Es folgten fünf weitere Partien, die allesamt verloren gingen. Vor knapp zwei Wochen wurde dann Trainer Philippe Hinschberger entlassen. Reservecoach José Pinot hat das Team interimsweise übernommen. Der Trainerwechsel könnte möglicherweise auch eine neue Chance für den früheren Bundesliga-Profi Philipp Wollscheid bedeuten. Der Abwehrspieler wurde in der laufenden Saison bislang einmal im Pokal eingesetzt. Am Sonntag möchte der FC Metz die ersten Punkte vor heimischer Kulisse einfahren – zu Gast ist der Tabellenvorletzte aus Lille. Mit einem Sieg könnte man einen Schritt machen, mit einer Niederlage würde es schon sehr dunkel im Tabellenkeller werden.  

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