Von Krisen und Derbys - Topspiel in der Regionalliga Bayern

von Günther Jakobsen18:35 Uhr | 29.09.2017
Der zweite Monat der neuen Saison ist fast rum und in der kommenden Woche stehen wieder Länderspiele an. Vor den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen gibt es an diesem Wochenende wieder einige interessante Begegnungen in der Welt des Fußballs, die Fussballdaten an dieser Stelle präsentiert. 


Preußen Münster – VfL Osnabrück
(Samstag, 14:00 Uhr)



Das Derby zwischen den beiden Rivalen ist in dieser noch jungen Saison gleichzeitig ein Kellerduell. Münster steht mit neun Zählern auf dem vorletzten Platz, während der VfL mit einem Punkt mehr und zwei Tabellenplätzen über Preußen dasteht. Für Brisanz ist somit doppelt gesorgt. Der SCP hat keines der letzten vier Derbys gegen Osnabrück gewinnen können (2 Remis, 2 Niederlagen) und wartet seit 270 Minuten auf ein Tor gegen den Rivalen. Aber auch der VfL hat Sorgen: Im September gewannen die Lila-Weißen nur ein Spiel und erzielten gerade mal zwei Tore. Sollte der VfL auch bei Preußen verlieren, wäre es zudem die zweite Derby-Niederlage innerhalb von zehn Tagen! Am 9. Spieltag zog Osnabrück beim 0:1 in Meppen den Kürzeren. 


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TSV 1860 München – FC Schweinfurt 05
(Samstag, 14:00 Uhr)

Durch den Abstieg in die Regionalliga Bayern treffen die Münchner Löwen auf viele Gegner, gegen die der Verein noch nie ein Pflichtspiel gemacht hat, aber zudem auch auf mehrere Klubs, bei denen die letzten Begegnungen schon sehr lange her sind. Beispielsweise datieren die vormals letzten Duelle gegen Wacker Burghausen vom 5. Februar 2007 oder gegen die SpVgg Bayreuth vom 5. September 1981. Gegen den FC Schweinfurt 05, am Samstag zu Gast im Stadion an der Grünwalder Straße, spielte 1860 München zuletzt in der 2. Bundesliga Süd im Januar 1976. Damals gewannen die Löwen - Willi Bierofka erzielte den 3:1-Endstand. Sein Sohn Daniel, seit Sommer Cheftrainer, steht mit 1860 an der Tabellenspitze – mit fünften Punkten Vorsprung auf Schweinfurt. 


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AC Mailand – AS Rom
(Sonntag, 18:00 Uhr)

Kein italienischer Verein hat in der abgelaufenen Transferphase mehr Geld in neue Spieler investiert als der AC Mailand. Beispielsweise wurde mit Leonardo Bonucci einer der weltweit besten Verteidiger vom Rivalen Juventus verpflichtet. Mit Hakan Calhanoglu und Ricardo Rodríguez wechselten auch zwei Bundesliga-Akteure zum siebenfachen Champions League-Sieger. Die Rossoneri wollen wieder an der Tabellenspitze mitmischen – die letzte Meisterschaft liegt schon sieben Jahre zurück. Doch der Saisonstart misslang: Milan rangiert aktuell mit 12 Punkten auf dem sechsten Platz – punktgleich mit dem kommenden Gegner, der Roma. Das Heimspiel gegen den Klub aus der Ewigen Stadt könnte für den in der Kritik stehenden Trainer Vincenzo Montella entscheidend sein. Die Verantwortlichen sollen Interesse haben, den jüngst beim FC Bayern entlassenen Coach Carlo Ancelotti zurückzuholen, was aber am Freitag dementiert wurde. Ein Blick in den Teamvergleich zeigt: Milan hatte zuletzt mit der Roma so seine Probleme – die Rossoneri gewannen nur eines der letzten zehn Duelle (5 Niederlagen, 4 Remis).


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RSC Anderlecht – Standard Lüttich
(Sonntag, 18:00 Uhr)

Neun der letzten zwölf belgischen Meisterschaften gingen entweder an den RSC Anderlecht oder den Rivalen Standard Lüttich, wobei ersterer mit neun Titeln klar die Nase vorn hat. Doch in dieser Spielzeit läuft es für die beiden langjährigen Top-Vereine der Jupiler League noch nicht. Während Standard schon die Vorsaison im Mittelfeld der Tabelle beendete und sich auch in dieser Spielzeit dort zurzeit wieder einfindet, ist Platz 7 für den amtierenden Meister RSC doch eher ungewohnt. Vor knapp zwei Wochen wurde daher Trainer Rene Weiler entlassen. Anderlecht hat trotzdem noch nicht wieder die Kurve gekriegt: Unter der Woche verloren die Violett-Weißen zuhause 0:3 gegen Celtic Glasgow. Nun kommt der große Rivale in den Brüsseler Vorort. Die jüngste Bilanz sieht gut aus für Standard: Nur eine Niederlage in den letzten neun Begegnungen. 

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Ich habe früher auch die großen Philosophen gelesen. Doch dann habe ich gemerkt, dass die von meinem normalen Denken absolut abweichen. Jetzt lese ich nur noch Fußballfachbücher.

— Peter Neururer