Mixed Zone

Wunder um ehemaligen Klose-Klub

von Carsten Germann09.03.2026 | 22:42 Uhr
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Foto: Imago

Was für ein fader letzter Spieltag am vergangenen Sonntag vor der Tabellen-Teilung in der österreichischen Admiral Bundesliga! Das ganz große „Wunder“ um den SCR Altach blieb aus – nach 0:2 bei Meister Sturm Graz verpasste die einst von Weltmeister Miroslav Klose (jetzt Coach beim 1. FC Nürnberg) trainierte Mannschaft aus Vorarlberg den Sprung in die Meister-Gruppe. Den eigentlichen Coup hatte Altach zuvor im ÖFB-Cup gelandet.

Wunder um ehemaligen Klose-Klub

Das wollen wir nicht unterschlagen! Mit 1:0 gewann der SCR Altach im ÖFB-Pokal-Halbfinale bei RB Salzburg In Wals-Siezenheim. Damit schickten die Altacher nach Sturm Graz (3:1 n. V. / Viertelfinale) das zweite Schwergewicht des österreichischen Fußballs auf die Bretter.

„Mit diesem Spielverlauf hätten wir sogar höher gewinnen müssen“, sagte der erst seit knapp 60 Tagen als Altach-Trainer agierende Serbe Ognjen Zaric (37) nach der Partie bei Red Bull Salzburg völlig unbescheiden.

„Ein legendärer Abend“, kommentierte der geschätzte Kollege Peter Moizi den Altach-Coup in der Wiener Kronen-Zeitung (Freitags-Ausgabe), „wohl einer der Höhepunkte der bisherigen Erfolgsgeschichte. 1991 war Altach in die zweite Bundesliga aufgestiegen, 15 Jahre später schafften es die Vorarlberger in die höchste Spielklasse. Als erster Klub aus dem Ländle qualifizierte sich Altach 2015 sogar für den Europacup, schaltet zum Start den portugiesischen Traditionsverein Vitoria Guimaraes aus.“

Ognjen Zaric hatte am 9. Januar 2026 das Traineramt von Fabio Ingolitsch übernommen, den die Altacher an Meister Sturm Graz abgaben.

  • Die Ablöse für den Coach lag bei 300.000 Euro.
  • Unter der Regie von Zaric holte der SCRA im Schnitt zwei Punkte pro Spiel.
  • Das 0:2 in Graz war die erste Niederlage aus sieben Pflichtspielen.

Wie lautete die Bilanz von Miroslav Klose als Altach-Trainer?

Das heißt nach so kurzer Zeit eigentlich noch gar nichts.

Doch Zaric macht es weitaus besser als Weltmeister Miroslav Klose, der 2022 seine erste Station als Cheftrainer in Altach antrat – und nach 24 Spielen und 0,83 Punkten pro Partie wieder gehen musste.

Zaric-Vorgänger Fabio Ingolitsch war 448 Tage im Amt, ebenso wie nach Klose der 34-malige österreichische Nationalspieler Joachim Standfest (457 Tage).

Für die Salzburger galt nach dem Pokal-Aus: Alles auf Anfang. „Die Enttäuschung ist natürlich riesig“, sagte RBS-Trainer Daniel Beichler, „aber positiv ist, dass wir am Sonntag gegen Rapid die Chance bekommen, es besser zu machen.“

Das eben tat der Klopp-Klub nicht: 0:1 (0:1) bei Rekordmeister Rapid Wien – Tabellenführung vor dem Start der Meisterrunde futsch.