Hütteldorfer auch Winterkönig

Musste überraschend seine Platz räumen: Helmut Kraft
Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft am vergangenen Wochenende verabschiedete sich Rapid Wien von seinen Fans nun auch als Winterkönig in die Pause. Mit einem hoch verdienten 2:1 gegen die SV Ried blieben die Pacult-Mannen mit zwei Zählern Vorsprung auf Meister RB Salzburg, das durch ein Eigentor von Kärntens Michael Sollbauer ebenfalls drei Punkte einfuhr, auf Rang eins. Aufsteiger Wiener Neustadt trennte sich nach dem 4:0-Erfolg gegen Linz überraschend von seinem Trainer Helmut Kraft.

Kurz nach dem Anpfiff war Markus Katzer nach einem Hofmann-Freistoß zur Stelle und netzte zeitig zur Führung für Rapid Wien ein. In der Folgezeit ließen die Gastgeber mehrfach beste Möglichkeiten aus. Auch der frisch gewählte österreichische Fußballer des Jahres, Steffen Hofmann, konnte Thomas Gebauer im Kasten der SV Ried mit seinen gefährlichen Standards nicht mehr überwinden. Rapid dominierte klar das Spiel, musste dennoch zwei Minuten nach dem Seitenwechsel den Ausgleich hinnehmen (Thomas Burgstaller). Die Gäste wurden nun aktiver und konnten die Partie ausgeglichener gestalten. Mit seinem zehnten Treffer im zwölften Spiel avancierte erneut Hamdi Salihi zum Matchwinner für die Grün-Weißen (63).

Einen letzten Endes glücklichen Dreier landete RB Salzburg gegen das abgeschlagene Schusslicht Austria Kärnten. Nur Sekunden vor dem Abpfiff leitete Abwehrrecke Michael Sollbauer eine Ulmer-Flanke unglücklich in die eigenen Maschen. Der Meister ließ gerade im ersten Durchgang eine Fülle an Torchancen ungenutzt. Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild. Die zuvor bei ihren Kontern harmlosen Gäste wurden nun gefährlicher. Kurz vor dem entscheidenden Eigentor lief der eingewechselte Pink mutterseelenallein auf Keeper Gustafsson zu, vergab aber den Matchpoint für den Underdog.

Etwas überraschend trennte sich am Montag der SC Wiener Neustadt von seinem Coach Helmut Kraft und präsentiert mit Peter Schöttel bereits einen Nachfolger. An den Ergebnissen kann diese Entscheidung des Vorstands nicht gelegen haben. Beim 4:0-Erfolg über den Linzer ASK präsentierte sich der Aufsteiger in bestechender Form und ließ dem Gegner keine Chance. Mit 17 Zählern Vorsprung (Platz sechs) auf den Abstiegsrang bestand zudem keine akute Abstiegsgefahr. Ernst Neumann, der geschäftsführende Vizepräsident, erklärte die Verpflichtung Schöttels mit folgenden Worten: "Mittelfristig wollen wir eine junge österreichische Mannschaft, mit guten Führungsspielern ausgestattet, aufbauen und uns in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren. Mit Peter Schöttel glauben wir, den richtigen Mann für unsere Zielsetzung gefunden zu haben".

Bundesliga - 19. Spieltag

Freitag, 11.12.2009
1:089'
Red Bull Arena ( Wals-Siezenheim) · Zuschauer: 13000 · Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik
Samstag, 12.12.2009
1:023'
2:028'
3:076'
4:090'
Stadion Wr. Neustadt (Wiener Neustadt) · Zuschauer: 3300 · Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer ( Dornbirn )
1:247'
Franz-Fekete-Stadion (Kapfenberg) · Zuschauer: 1800 · Schiedsrichter: Tasos Sidiropoulos ( Rhodos )
1:02'
2:163'
Gerhard Hanappi Stadion (Wien) · Zuschauer: 15300 · Schiedsrichter: Louis Hofmann
Sonntag, 13.12.2009
1:142'
2:145'
2:247'
UPC Arena (Graz) · Zuschauer: 9800 · Schiedsrichter: Thomas Einwaller

Meine Mannschaft ist fünfzehn- oder sechzehn Mal ins Abseits gerannt. Das haben wir auch die ganze Woche geübt.

— Manfred Krafft