Regionalliga Nord

Später Jubel in Osnabrück

Aufstiegsheld und Torschützenkönig:
<br>Thomas Reichenberger
In einem irren Saisonfinale holte sich der VfL den lang besetzten Aufstiegsplatz zurück. Sämtliche Kandidaten starteten wie gelähmt. Zwischen Magdeburg und Wuppertal schwankte der Zeiger hin und her, bevor Osnabrück mit einem späten Doppelpack doch wieder vorbeiziehen konnte. Auf der Strecke blieb nicht nur der Sensationsaufsteiger, sondern im Abstiegskampf auch ein Traditionsverein.

Der letzte Spieltag war bezeichnend für eine kuriose Saison, in der die Aufstiegsränge jede Woche neu verteilt wurden und kaum ein Team konstante Leistungen zeigte. Magdeburg hatte gegen St. Pauli alles selbst in der Hand, begann das Spiel aber hochnervös und bekam es obendrein mit einem anderen Gegner zu tun als erwartet. Die Kiez-Elf war keineswegs mehr trunken vom Aufstieg, sondern kämpfte um jeden Meter und schockte die Gastgeber nach einer Stunde sogar mit dem Führungstor. Als Spielverderber gefiel sich derweil auch Ahlen, das theoretisch noch absteigen konnte und in Osnabrück durch einen frühen Bamba-Treffer (11.) eine ganze Weile führte. Zur Pause stand dadurch gar Wuppertal auf Rang zwei, weil durch Rietpietsch ein spätes 1:0 gelungen war (44.). Noch ein zweites Mal ging der WSV dann später in Führung, verabschiedete sich aber nach und nach aus dem Rennen, weil Emden aus dem 2:1 noch ein 2:4 machen konnte. Magdeburg oder Osnabrück war nun die Frage, und weil der Aufsteiger bald ausglich (70.) und als erster wieder zu sich fand, sprach lange Zeit alles für den FCM. Doch Osnabrück kämpfte sich wieder zurück. Erst nach 80 Minuten zwar gelang Cichon der überfällige Ausgleich, sich dem Schlussspurt entgegenzustemmen fehlte Ahlen aber nunmehr die Kraft. Eine Minute vor dem Ende dann kam Reichenberger am linken Strafraumeck zum Schuss, traf routiniert zum späten Sieg und läutete bange Minuten des Wartens ein. Und tatsächlich: Magdeburg verzweifelte an einem zweiten Tor, nutzte damit auch den dritten und letzten Matchball nicht und musste in der Regionalliga bleiben. Der zweite Aufsteiger hieß Osnabrück. Vergleichsweise lautlos fiel derweil auch im Keller die letzte Klappe. Holstein Kiel brachte auch ein 1:0 in Erfurt keine Rettung. Weil Dortmund wie zu erwarten gegen Leverkusen siegte (2:0), rutschte der Traditionsklub, einst als Aufstiegsaspirant in die Runde gestartet, in die Oberliga durch.
Begegnungen
  6:0(3:0)  
  3:2(2:2)  
  4:1(3:1)  
  2:0(1:0)  
  1:1(0:0)  
  2:1(0:1)  
  0:1(0:1)  
  2:4(1:0)  
  2:4(2:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
176
Tore gesamt
912
Tore pro Spiel
2,67
  •  1,52 Heim
  •  1,15 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

47 %
Über 3,5

27 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

36
gesamt

Torverteilung

Aktuelle News

Vier Aufsteiger: DFB hält an Regionalliga-Plänen fest
30.11.2018 19:39 | 3. Liga & Regionalligen
Regionalliga: Arbeitsgruppe legt Reformmodell vor
26.11.2018 15:35 | 3. Liga & Regionalligen
Gladbach gewinnt Testspiel bei Weiche Flensburg
14.07.2018 16:22 | 1. Bundesliga
Karlsruher SC verpflichtet Sane und Möbius
12.06.2018 17:02 | Transferticker
Zuschauer
Gesamt
82.200

Durchschnitt
9.133
Tore pro Spieltag in der Saison 2006/2007

Der Ball ist ein Sauhund.

— Rudi Gutendorf