Die schweizer Raiffeisen Super League

Bitterer Abschied für Gross

Wurde mit seinem 19. Saisontreffer Zweiter der Torschützenliste: Almen Abdi
Springsteens „Tougher Than the Rest“ tönte zum Abschied des entlassenen Basel-Trainers Christian Gross, dem die Rheinstädter acht Titel in zehn Jahren und zwei Champions-League-Teilnahmen zu verdanken haben. Trotzdem musste der FC Basel den Young Boys im letzten Spiel Rang Zwei und damit den um eine Runde späteren Einstieg in die Europe League-Qualifikation abtreten. Der FC Zürich gewann zum Schluss das Derby gegen die Grasshoppers und konnte ungetrübt die Freinacht der Meisterfeier genießen. Bei allen anderen Partien ging es nur noch um die Vervollständigung der Saison.

Der FC Basel war gegen die Berner Young Boys in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Doch mehr als ein Lattenschuss von Safari nach einer guten halben Stunde schaute nicht heraus. Die mangelhafte Chancenauswertung des Heimteams wurde nach 50 Minuten bestraft. Baykals Freistoss wurde durch Streller unhaltbar für Costanzo abgelenkt. Schütze des 2:0 war ebenfalls ein ehemaliger Basler. Felix Bastians spielte David Degen lehrbuchmäßig an, und dieser schloss unbedrängt ab. Genauso frei kam drei Minuten später Häberli zum Schuss. Das letzte Spiel des erfolgreichsten Trainers der Schweiz hatte sich dieser wohl anders vorgestellt.

Besser gelungen war dem neuen Meister FC Zürich die Abschiedsvorstellung im Derby gegen die Grasshoppers. Rochat beförderte den Ball nach einer Ecke knapp hinter die Torlinie und brachte den FCZ in Führung (53.). Keine zwei Minuten später entwischte Zarate und traf zum Ausgleich. Ein ungeschickter Abwehrversuch von Feltscher gegen Alphonse gab Schiedsrichter Rogalla in seinem Abschiedsspiel die Möglichkeit, zum Letzten Mal auf den Punkt zu zeigen. Abdi verwandelte sicher (70.). Abdi wurde mit seinem 19. Saisontor in der Torjägerliste Zweiter hinter dem Berner Doumbia mit 20 Treffern.

Im Spiel des Cupsiegers Sion gegen die AC Bellinzona ging es nicht mehr um viel. Sion ging nach zwei Standardsituationen 2:0 in Führung. Der 19-jährige Berisha traf vom Punkt (22.) und Vanczak traf nach einem Freistoss von Obradovic (42.). Nach der Pause gelang Lustrinelli der Anschlusstreffer (51.), und in der Schlussminute lenkte Torhüter Beney den Ball zum Ausgleich ins eigene Tor. Hätten die Tessiner ihre Chancen besser genutzt, wären sie mit sicheren drei Punkten nach Hause gereist.

Obwohl der FC Luzern gegen Neuchâtel Xamax viele Spieler für die wichtige Relegation gegen Lugano schonte, ging er durch Zverotic bereits in der vierten Minute in Führung. Es war dessen erstes Super League-Tor. Der Ausgleich fiel kurz nach der Pause durch Nuzzolo im Nachschuss (49.). Der 17-jährige Nico Siegrist nutzte seine Chance und brachte mit seinem Tor die Entscheidung in der Nachspielzeit.

Elf Fans begleiteten den FC Vaduz zu seinem letzten Super League Spiel beim FC Aarau. Acht Minuten nach seiner Einwechslung schoss Sinanovic seinen ersten Treffer in der obersten Spielklasse (52.). Ein schöner Drehschuss von Bengondo (70.) brachte die Entscheidung. Littbarski und seine Liechtensteiner waren mental wohl bereits in der Vorbereitung der Challenge-League-Saison.

Andreas Beck, Bern
Begegnungen
  0:3(0:0)  
  2:1(0:0)  
  2:0(0:0)  
  2:1(1:0)  
  2:2(2:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
98
Tore gesamt
539
Tore pro Spiel
3,00
  •  1,76 Heim
  •  1,24 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

78 %
Über 2,5

59 %
Über 3,5

37 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

15
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
69.900

Durchschnitt
13.980
Tore pro Spieltag in der Saison 2008/2009

Es war toll, es war klasse, es war wie ein Albtraum.

— Thorsten Legat nach einem hohen Heimsieg