Punkteteilung im Spitzenspiel

Unglücksrabe: Ivan Alejandro Furios
Die Berner Young Boys konnten dank ihrem hohen Sieg über Luzern auf den dritten Rang vorstoßen und den Abstand zur Spitze ein wenig verkleinern. Die Grasshoppers gewannen mit Glück in Neuenburg und Sion holte die ersten drei Punkte unter Constatin gegen Vaduz. Die AC Bellinzona schaffte überraschend den einzigen Auswärtssieg der Runde beim FC Aarau.

Der FC Aarau musste gleich auf drei wichtige Leute verzichten. Rogerio war nach seinem Handtor gegen Xamax für drei Spiele gesperrt. Nushi und Ianu fehlten verletzt. Der Rumäne hatte zudem mit Wechselabsichten Unruhe ins Team gebracht. Die AC Bellinzona hingegen trat mit viel Selbstvertrauen und einem starken Torhüter Bucchi auf und holte dank einem Kontertor von Diarra alle drei Punkte von Aarau ins Tessin (66.).

Ein Gesangsboykott der Sittener Fans im Tourbillon ließ das zweite Spiel unter Trainer-Präsident Constatin zu einem Geisterspiel werden. Die Anhänger des FC Sion zeigten so ihre Wut über das Gebaren des Klubbosses. Dieser holte gegen einen harmlosen FC Vaduz dennoch die ersten drei Punkte. Ein Zusammenprall zwischen Dzombic und seinem eigenen Torhüter Sommer nutzte Monterrubio zur Führung der Walliser aus (34.). Der Franzose erhöhte nach der Pause auf 2:0 (68.). Rivaldo konnte für die Liechtensteiner zwar noch erhöhen (74.), aber Saborio sicherte zum Schluss doch den Platzherren den ungefährdeten Sieg (89.).

Sechs verschiedene Torschützen durften sich für die Berner Young Boys bei der ersten Niederlage des FC Luzern unter seinem neuen Trainer Rolf Fringer in die Torschützenliste eintragen lassen. Varela, Yapi, Häberli, Hochstrasser, Schneuwly und Doumbia gestalteten den Innerschweizern den Besuch im Berner Wankdorf bitter. Das zwischenzeitliche 4:1 war nur noch Kosmetik.

Im Spitzenspiel empfing der FC Basel den Zweitplatzierten FC Zürich. Die 30.100 Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche und ausgeglichene Partie. Busacca zeigte nach einer Viertelstunde auf den Punkt vor dem Zürcher Tor. Okonkwo hatte Stocker umgegrätscht. Huggel verwandelte den Elfmeter souverän. Damit schoss der Innenverteidiger mehr Tore als jeder andere seiner Klubkollegen. Nach zahlreichen Chancen auf beiden Seiten profitierte Hassli von einem Abpraller Huggels und besorgte via Innenpfosten den Ausgleich. Das Resultat entsprach den Spielanteilen ziemlich gut.

Mit der Aussicht auf einen UEFA-Cup Platz trat der ersatzgeschwächte Grasshopper Club bei Neuchâtel Xamax an. Colina traf nach einem Freistoss von Dos Santos mit dem Kopf. Schiedsrichter Laperriere gab den Treffer aber nicht, er hatte ein Foul gesehen. In der zweiten Hälfte verwarnte der Unparteiische Salatic nach einer Rangelei mit Furios. Auch Furios hätte dafür Gelb verdient, und, da es seine zweite gewesen wäre, den Platz verlassen müssen. Stattdessen sah Colina die Ampelkarte zehn Minuten vor Schluss. In der letzten Minute der Nachspielzeit köpfelte Furios einen Flankenball von Feltscher ins eigene Tor und schenkte Latours Hoppers den Sieg.

Andreas Beck, Bern

Super League
- 15. Spieltag

Samstag, 15.11.2008
0:166'
Brügglifeld (Aarau) · Zuschauer: 4300 · Schiedsrichter: Stephan Studer ( Lancy )
2:174'
Tourbillon (Sion) · Zuschauer: 8800 · Schiedsrichter: Daniel Wermelinger
Sonntag, 16.11.2008
1:015'
1:151'
Sankt-Jacob-Park (Basel) · Zuschauer: 30100 · Schiedsrichter: Massimo Busacca ( Bellinzona )
1:090'
Stadion Letzigrund (Zürich) · Zuschauer: 8200 · Schiedsrichter: Jérôme Laperrière
1:011'
2:033'
3:051'
5:189'
6:190'
Stade de Suisse (Bern) · Zuschauer: 19100 · Schiedsrichter: René Rogalla

Dann verpassen wir dem Dicken eine dicke Geldstrafe.

— Schalke-Macher Rudi Assauer, nachdem Ailton 2004/2005 zu spät aus dem Urlaub kam...