Weltmeisterschaft

Spielbericht & Statistiken

Friends Arena (Solna) · Zuschauer: 49.300

» Hinspiel: Deutschland - Schweden 4:4

1:0 Hysén (6.)
2:0 Kacaniklic (42.)
3:4 Hysén (69.)
3:5
(2:1)
2:1 Özil (45.)
2:2 Götze (53.)
2:3 Schürrle (57.)
2:4 Schürrle (66.)
3:5 Schürrle (76.)

Revanche geglückt

Nahm den Spielball mit nach Hause: Dreifach-Goalgetter André Schürrle
In einem erneut torreichen Spektakel gegen die Schweden war es diesmal die deutsche Elf, die erfolgreich einen Rückstand wettmachte. Schürrles Dreierpack setzte dem 5:3-Sieg die Krone auf.

Das ominöse 4:4-Hinspielremis spukte natürlich noch in allen Köpfen, auch wenn die Revanche unter völlig anderen Vorzeichen - Deutschland stand mittlerweile als Gruppensieger fest, den Schweden war die Relegation sicher - ausgetragen wurde. Zudem fehlte den Skandinaviern der gesperrte Ibrahimovic. Dieses also nur noch für die Statistik bedeutsame Spiel fand seinen ersten markanten Fixpunkt in der 6. Minute, als die Schweden durch Larsson eine Lücke in der deutschen Abwehr fanden. Sein Pass kam genau auf Hysen, der, leicht halblinks versetzt, Neuer aus 12 Metern überwand. Ein blau-gelbes Fähnchenmeer auf den Tribünen geriet in Wallung. Noch ausgelassener wurde die Stimmung unter den Einheimischen in der 42. Minute, als das 2:0 für Schweden fiel. In dieser Situation wurde die DFB-Abwehr kalt erwischt, da nach einem Ballverlust im Mittelfeld das Leder zügig zum freistehenden Kacaniklic gespielt wurde - wieder hatte Neuer keine Abwehrchance. Dieser Treffer stellte nun den Spielverlauf völlig auf den Kopf, da Joachim Löws Team überlegen agierte, in letzter Konsequenz jedoch den erfolgreichen Abschluss verpasste. Pech kam in der 12. Minute hinzu, als Müllers Kopfball lediglich den Querbalken traf. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang der DFB-Auswahl immerhin der verdiente 1:2-Anschluss: Kroos’ Querpass ins Zentrum wurde abgefälscht, kam aber bei Özil an, der flach ins linke Eck schoss (45.).

Der für Müller eingewechselte Götze sorgte für Entspannung auf der deutschen Trainerbank, als er Kruses Querpass direkt nahm und aus 14 Metern ins rechte obere Eck schaufelte (53.). Eine Energieleistung Schürrles, der den Ball selbst eroberte, vors schwedische Tor trieb und in Bedrängnis noch am skandinavischen Schlussmann Wiland vorbeibrachte, markierte dann die Wende (57.). Das Pressing der Deutschen erzwang Fehler in der schwedischen Abwehr, die Löws Mannen in der 66. Minute zum vierten Treffer nutzten. Götze schubste das eroberte Leder perfekt in Schürrles Lauf, der Wiland erneut mit einem Flachschuss das Nachsehen gab. Die Schweden ließen sich indes nicht lumpen, dem Spektakel noch einen eigenen Beitrag hinzuzufügen: Einen von Larsson in den deutschen Sechzehner geschlagenen Freistoß setzte Hysen volley aus sechs Metern zum 3:4 in die Maschen - ein deutscher Gegenspieler war weit und breit nicht zu sehen und Neuer einmal mehr chancenlos (69.). Blau-gelb verspürte Rückenwind und die Erinnerung an das Hinspielresultat war gegenwärtiger denn je. Anders als seinerzeit in Berlin war es um das Nervenkostüm der Deutschen jedoch besser bestellt. Eine Ballstafette, an deren Ende Kroos den halblinks lauernden Schürrle in Ballbesitz brachte, führte schließlich den verdienten 5:3-Endstand herbei (76.). In dieser Szene haute der 22-Jährige das Spielgerät hoch ins rechte Eck. „Gut, dass wir noch das 2:1 vor der Pause gemacht haben. Da haben wir gesagt, dass wir noch gewinnen, wenn wir das Tempo hochhalten - und so war es dann auch“, blickte Löw auf das torreiche Match zurück. Die 36 in dieser WM-Qualifikation erzielten Treffer bedeuteten einen neuen Bestwert für den DFB.

André Schulin
Qualifikation

10. Spieltag

 

Dienstag, 15.10.2013 Schweden3:5 Deutschland
Dienstag, 15.10.2013 Irland3:1 Kasachstan
Dienstag, 15.10.2013 Färöer0:3 Österreich

Tabelle der Gruppe C

Pl.MannschaftSp.TorePkt
1 Deutschland1036:1028
2 Schweden1019:1420
3 Österreich1020:1017
4 Irland1016:1714
5 Kasachstan106:215
6 Färöer104:291

„Julio Cesar hat sich heute nacht fortgepflanzt. Victoria heißt die Kleine.”

— Jörg Dahlmann