DFB-Pokal | 03.08.2022 09:00 Uhr

Als Fünftligist in Runde 2 – Das geht!

Fussballdaten.de blickt auf die (fast) beendete 1. Hauptrunde im DFB-Pokal. Mit die größte Sensation schaffte Fünftligist Stuttgarter Kickers mit einem 2:0 (1:0) gegen Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth.


Aber: Schon der Auftakt am vergangenen Freitag bot von den Zahlen her so einiges. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs wurden mindestens 4 Spiele am Freitagabend ausgetragen und zum ersten Mal verloren alle vier Heimteams. Es waren dies Dynamo Dresden, der 1. FC Kaan-Marienborn, die TSG Neustrelitz und 1860 München.

„Ein Geschenk für die fantastischen Fans“

Als einziger Oberligist hielten sich am vergangenen Samstagabend die Stuttgarter Kickers im Rennen. Die „Stukis“ lieferten den Fürthern eine Pokalschlacht und hievten sich mit dem 2:0-Erfolg in einen sehr exklusiven Kreis. Der Ex-Bundesligist aus Stuttgart, 1991/92 zum letzten Mal im „Oberhaus“, ist erst der fünfte Klub aus der fünftklassigen Oberliga, der die 2. Pokal-Hauptrunde erreichen konnte.

Stuttgarter Kickers
Oberliga Baden-W.
Rang: 1Pkt: 23Tore: 31:7



„Dieser Sieg ist ein Geschenk für unsere fantastischen Fans für den entgangenen Aufstieg“, sagte der 1:0-Torschütze Denis Zagaria dem Kicker-Sportmagazin (Montag-Ausgabe / Alle Daten: Kicker). Die Stuttgarter hatten am 14. Juni 2022 gegen einen anderen Pokalschreck den Aufstieg in die Regionalliga Südwest verpasst, gegen Eintracht Trier (1:1).

Der Verein aus dem Stuttgarter Stadtteil Degerloch, wo unter anderem Fredi Bobic, Guido Buchwald, oder Jürgen Klinsmann ihre ersten Karriereschritte machten, spielt im 5. Jahr in der fünftklassigen Oberliga.



Weiter – Trotz Vier-Klassen-Unterschied

Seit 2000/2001 wird der DFB-Pokal in unverändertem Modus ausgetragen und in diesem Zeitraum schafften vor den Stuttgartern 4 weitere Klubs aus der fünften Liga den Sprung in die 2. Hauptrunde. Über diese kam allerdings keiner von ihnen hinaus.

  • Ein erstes dickes Ausrufezeichen setzte seitdem ebenfalls ein Klub aus dem Schwäbischen. Der ehemalige Bundesligist SSV Ulm 1846 (1999/2000 erstklassig) warf 2001/2002 den Erstligisten 1. FC Nürnberg mit 2:1 aus dem Wettbewerb. Ulm spielte damals 4 Klassen niedriger als „Der Club“.
  • Am 15. August 2010 war es dann der Oberligist Victoria Hamburg, der im Stadion Hoheluft im Stadtteil Eppendorf den damaligen Zweitbundesligisten Rot-Weiß Oberhausen mit 1:0 kippte. 
  • Eine Sensation im schwäbisch-badischen Duell schaffte der SSV Reutlingen im Jahr 2015/2016 und gewann mit 3:1 gegen den Karlsruher SC (2. Bundesliga).
  • Den letzten Coup vor den „Stukis“ landeten „Die Chemiker“. Die BSG Chemie Leipzig kegelte 2018/2019 in der 1. Runde den Zweitligisten Jahn Regensburg (2:1) aus dem Feld. 
Karl-Heinz Wildmoser in einem Pulk von Journalisten stehend, auf die Frage, warum er nicht in die Kabine gehe

In der Kabine ist es eng. Da kann passieren, dass ich einen Spieler anstecke. Das wäre schlecht. Bei Journalisten ist es nicht so schlimm. Wenn ich da einen anstecke, kommt der nächste.

Karl-Heinz Wildmoser in einem Pulk von Journalisten stehend, auf die Frage, warum er nicht in die Kabine gehe