Nach den letzten beiden turbulenten Erstrundenspielen im DFB-Pokal wurde am Sonntagabend die zweite Runde ausgelost. Das Highlight: Eintracht Frankfurt empfängt Borussia Dortmund.
FV IllertissenRegionalliga Bayern
•Rang: 11•Pkt: 6•Tore: 9:11
Die ersten 32 Spiele sind absolviert, die nächsten 16 stehen fest: Die zweite DFB-Pokal-Runde wurde ab 19 Uhr im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ausgelost. Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Dr. Felix Brych, der seine Karriere nach der Vorsaison beendete, fungierte als Losfee. Mit dem Regionalligisten FV Illertissen und Drittligist Energie Cottbus sind nur noch zwei Nicht-Bundesligisten im Wettbewerb. So wenig unter den letzten 32 wie seit 16 Jahren nicht mehr – und ein Negativrekord. Beide waren die einzigen Mannschaften im Amateur-Lostopf und haben fest Heimrecht.
Für den FV Illertissen sei das Weiterkommen „sensationell und der größte Erfolg unseres Vereins“, sagte Sportdirektor Karl-Heinz Bachthaler. Nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg wartet in der zweiten Runde erneut ein Zweitligist: der 1. FC Magdeburg reist in den Süden. Nicht der gewünschte Erstligist, aber vielleicht die Fortführung eines Märchens.
Drittligist Energie Cottbus empfängt hingegen einen Verein aus dem Oberhaus: RB Leipzig reist zum zweiten Klub aus dem Amateur-Topf.
Die restlichen Achtelfinalplätze werden ausschließlich von Erst- und Zweitligisten ausgespielt. Die Paarungen sind jedoch nicht weniger spannend: Zwei hessische Klubs fordern Schwergewichte aus dem Pott.
Eintracht Frankfurt empfängt Borussia Dortmund – wenig später wurde auch die Zweitliga-Auflage des Duells gezogen: Darmstadt fordert den FC Schalke 04.
Titelverteidiger VfB Stuttgart, der sich am Dienstag mit Ach und Krach gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig durchsetzte (8:7 nach Elfmeterschießen), trifft auf Mainz 05. Der FC Bayern, der gegen Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbaden gerade noch eine weitere Pokal-Blamage verhindern konnte (3:2), bekommt es auswärts mit 1. FC Köln zu tun – ein stimmungsvolles Traditionsduell.
Hertha BSC spielt bald auch im Pokal gegen Ligakonkurrent Elversberg.
Nur ein Erstligist musste sich bereits in der 1. Runde verabschieden. Der SV Werder Bremen scheiterte wie schon in der vergangenen Saison an Arminia Bielefeld – diesmal allerdings deutlich früher. Aus dem Unterhaus kamen der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 nicht über die erste Runde hinaus. Nürnberg scheiterte am einzigen verbleibenden Amateurklub Illertissen, Hannover verlor gegen Drittligist Cottbus.
Die Partien der zweiten Runde finden am 28. und 29. Oktober statt. Auch das Achtelfinale wird noch in diesem Kalenderjahr ausgetragen: Die Viertelfinalisten werden am 2. und 3. Dezember ermittelt. Der Pokalsieger wird am 23. Mai 2026 im Berliner Olympiastadion gekürt. Die Historie verspricht Spannung bis zum Schluss: In den vergangenen fünf Saisons gab es vier verschiedene Titelträger (RB Leipzig (2x), der VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund).
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Als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern habe ich aus guter Tradition einen Cognac vor dem Spiel getrunken. Vielleicht probiere ich diesmal etwas Neues aus.
— Karl-Heinz Rummenigge zum Bundesliga-Start 2021.