
Nachdem sich
Borussia Dortmund und die
Wolverhampton Wanderers am Mittwoch auf einen Transfer von
Fabio Silva geeinigt hatten, gab auch der Spieler seine endgültige Zusage. Serie-A-Klubs beschäftigten sich mit einem Hijack des Wechsels zum BVB, der sich nun jedoch auf der Zielgeraden befindet.
Serie-A-Interesse verzögerte finale Zusage
Wie Transferexperte Sacha Tavolieri berichtet, wird Silva heute nach Dortmund reisen, um am Abend sowie Freitagmorgen den Medizincheck zu absolvieren. Laut „Sky“ verständigten sich die Klubs auf eine Ablösesumme von 22,5 Millionen Euro zuzüglich vier Millionen Euro möglicher Boni. Damit zahlen die Westfalen weniger als die ursprünglich kolportierten 30 Millionen Euro. Seit Dienstag klärten BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl und Wolves-Direktor Profifußball Domenico Teti die letzten Details wie die Zahlungsstrukturen und das finale Gesamtpaket.
25
Sebastian Kehl
•Mittelfeld•Deutschland
Zum Profil
Person
Alter
45
Größe
1,87
Gewicht
80
Fuß
L
Daten
Spiele
473
Tore
37
Vorlagen
20
Nach einer Einigung am Mittwoch geriet der Transfer aber etwas ins Stocken. Silva hatte einem Wechsel nach Dortmund grundsätzlich zugestimmt, zögerte aber bis zuletzt mit einer finalen Zusage. Wie „Sky“-Reporter Patrick Berger berichtete, schalteten sich die AC Milan und die
AS Rom spät in den Poker ein und drohten einzugreifen. Der Angreifer hatte vor einiger Zeit den Wunsch geäußert, in Italien zu spielen. Der BVB musste daher länger als geplant auf grünes Licht des Offensivspielers warten.
Welche Rolle wird Silva beim BVB spielen?
Die Westfalen waren sich seit Freitag mit Silva über einen Vertrag bis 2030 einig. Mit der endgültig Bereitschaft des Portugiesen setzten sich der Bundesligist gegen mehrere Interessenten, darunter RB Leipzig, durch. Zudem bekommen die Schwarzgelben ein für einen Mittelstürmer ungewöhnlich vielseitiges Profil. Daher ist noch unklar, ob Silva als
Guirassy-Backup oder für eine Doppelspitze vorgesehen ist. Laut Patrick Berger soll er Guirassy entlasten oder ihn, etwa im Falle einer Verletzung, ersetzen können, sowie als Vorgriff auf einen möglichen Abgang des Guineers verpflichtet werden.
Seine Variabilität macht den Offensivspieler zwar attraktiv, seine Trefferquote war in der Vergangenheit jedoch lange Zeit ausbaufähig. In 72 Partien für die Wolverhampton Wanderers erzielte Silva lediglich fünf Treffer und konnte in der Premier League nie richtig Fuß fassen. Die Wolves haben ihn deshalb mehrmals ausgeliehen. In der vergangenen Saison tankte der einmalige Nationalspieler Portugals in Spanien Selbstvertrauen. Für UD Las Palmas traf er in 24 LaLiga-Einsätzen zehnmal, konnte den Abstieg in die Zweitklassigkeit dennoch nicht verhindern.
Dritter BVB-Transfer in dieser Woche?
Der 23-Jährige wird damit voraussichtlich der dritten BVB-Neuzugang in dieser Woche. Während Silvas Wechsel noch am obligatorischen Medizincheck hängt, haben
Carney Chukwuemeka und Aaron Anselmino diesen Schritt bereits weit hinter sich. Beide Wechsel sind seit Dienstag beziehungsweise Mittwoch offiziell.
Chukwuemeka wechselt fest vom FC Chelsea zum BVB,
Anselmino per einjähriger Leihe.
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