Bundesliga 1965/1966 - Mi., 20.10.1965 - 15:45 Uhr
0:2
HZ - 0 : 1

Zwei Fehlgriffe von Posinski

Offensiv ausgerichtet und glücklicher Torschütze: Klaus-Dieter Sieloff

Offensiv ausgerichtet und glücklicher Torschütze: Klaus-Dieter Sieloff

Offensiv ausgerichtet und glücklicher Torschütze: Klaus-Dieter Sieloff

Auch der Auftritt beim Schlusslicht hinterließ für die Stuttgarter einen faden Nachgeschmack. Schließlich wurden die Punkte aufgrund zweier gravierender Torwartfehler eingefahren.
Tasmania war zumindest im Feldspiel gleichwertig. Das Manko, im Angriff außer Usbeck in Harmlosigkei zu erstarren, wurde allerdings erneut zur bitteren Bestätigung. Unterstützung erfuhr der bewegliche Linksaußen bestenfalls durch die präzisen Zuspiele Szymaniaks, der indes zu weit zurückgezogen agierte und nicht noch in der Spitze parat stand. Finken blieb jegliches Format schuldig und Engler sowie Rosenfeldt waren ebenfalls viel zu harmlos oder zu defensiv ausgerichtet. Dadurch wurden für die Schwaben-Stürmer zwar die Räume eng gemacht, doch die schwache linke Abwehrflanke mit Talaszus bot einiges an Durchlässigkeit.
Dass es für die Stuttgarter, denen es im Vorwärtsgang auch an Ideen mangelte, dennoch zu einem, auf demPapier, sicheren Sieg reichte, lag an zwei fatalen Fehlgriffen des 33jährigen Tas-Torhüters Hans-Joachim Posinski. Der überaus offensiv agierende Sieloff - für ihn spielte Arnold (Nr. 9!) Stopper - überraschte Posinski in der 20. Spielminute mit einem Schuss, der dem Keeper durch die Beine rutschte. Auch beim zweiten Tor durch Peters, dessen harmloser Roller ebenfalls haltbar war (57.), konnte man von einem Gastgeschenk des Torhüters sprechen. Besonders in der letzten halben Stunde hatten die Berliner jedoch noch eine Reihe guter Möglichkeiten, doch der VfB hatte in Sawitzki ein ganz anderes Kaliber zwischen den Pfosten, der die Schwächen seiner Vorderleute egalisierte.

Wenn du nach München fährst und was mitnehmen willst, musst du einfach rotzfrech auftreten. Das haben wir teilweise in der ersten Halbzeit nicht geschafft und dann gehst du hier einfach unter.

— Rani Khedira, Union Berlin, nach einem 0:3 beim FC Bayern München im Spitzenspiel 2023.