Bundesliga 2004/2005 - Sa., 19.03.2005 - 15:30 Uhr
2:1
HZ - 0 : 1

Lienens Wechselglück

Erzielte nach seiner Einwechslung den wichtigen Ausgleich: Jiri Stajner

Erzielte nach seiner Einwechslung den wichtigen Ausgleich: Jiri Stajner

Erzielte nach seiner Einwechslung den wichtigen Ausgleich: Jiri Stajner

Hannover beendete seine Heimkrise nach fünf Niederlagen. Die Wende kam jedoch erst mit zwei Einwechslungen nach der Pause, als Zettel-Ewald den doppelten Jiri aus dem Hut zauberte.

Die ersten Minuten in der AWD-Arena waren von viel Unsicherheit und Nervosität geprägt. Zu sehr lastete der Druck der letzten Misserfolge auf beiden Teams. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit fand nur die Borussia ins Spiel. Die Gastgeber blieben dagegen erschreckend harmlos. Untaugliche Schüsse aus der zweiten Reihe und zwei strittige Zweikämpfe in beiden
Strafräumen waren die dürftigen Höhepunkte nach einer knappen halben Stunde. Kurz darauf hatte Neuville die erste klare Chance, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am gut reagierenden Enke im Tor der 96er. In der 31. Minute war aber auch der Keeper machtlos. Einen Steilpass von Böhme aus dem Mittelfeld spitzelte Sverkos am herauseilenden Enke vorbei zum 1:0 in die Maschen. Das Selbstvertrauen der Gladbacher stieg durch den Führungstreffer merklich an, so dass die Niedersachsen nur mit Glück den knappen Rückstand in die Pause retteten.

Ewald Lienen hauchte seinem Team mit den Einwechslungen von Jiri Stajner und Jiri Kaufman mit Beginn der zweiten Halbzeit endlich Leben ein. In einem weiterhin nur mäßigen Spiel erhöhten die Gastgeber stetig den Druck. Kaufmann scheiterte bei der dicksten Gelegenheit noch am Pfosten (58.), bevor er nur eine Minute später den Ausgleich herrlich vorbereitete. Den bislang besten Spielzug der 96er über Mertesacker und Schröter setzte Kaufmann auf dem rechten Flügel mit einer flachen Hereingabe in den Rücken der Abwehr fort. Dort stand ausgerechnet sein Landsmann Stajner goldrichtig und hämmerte die Kugel aus elf Metern ins Tor. Auch nach dem Ausgleich blieb Hannover am Drücker. Die Gäste glänzten dagegen nur noch mit technischen Unzulänglichkeiten im Spiel nach vorne. So drehte sich das Spiel nach einem Standard. Die weite Freistoßflanke von Krupnikovic legte Paunovic am langen Pfosten für Vinicius ab, der Torhüter Keller mit einem gefühlvollen Lupfer aus kürzester Distanz keine Chance ließ (73.). Auch nach dem Rückstand konnten die Fohlen nicht an das Niveau der ersten Halbzeit anknüpfen. Hannover brachte die hart erkämpfte Führung ohne größeres Zittern nach Hause und setzte sich ins gesicherte Mittelfeld ab. Für Gladbach rückten dagegen die Abstiegsränge immer näher.

Kai Endres

Irgendwas ist hier schief gelaufen. Sonst wäre ich nicht hier.

— Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC.