Dörner über RB Leipzig: «nimmt hier niemand so richtig an»

von Marcel Breuer | dpa12:44 Uhr | 03.10.2020
Beklagt sich über den Zustand des ostdeutschen Fußballs: Hans-Jürgen "Dixie" Dörner. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Foto: Robert Michael

Der 100-malige DDR-Auswahlspieler Hans-Jürgen Dörner hat sich über den Zustand des ostdeutschen Fußballs beklagt. Dass in RB Leipzig ein Club aus dem Osten in der Champions League spielt, hat für den 69-Jährigen dabei keine Bedeutung.

«RB ist kein echter Ost-Club. Den Verein nimmt hier niemand so richtig an, außer natürlich den Leipzigern», sagte Dörner im Interview der Internetportale «Spox» und «Goal».

30 Jahre nach der Einheit haben die Ost-Vereine laut Dörner «nach wie vor große Probleme». Es sei ein enormer Rückgang, was die Vereine in den oberen Ligen betreffe. «Es stimmt hundertprozentig, dass viele Vereine im Osten ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Generell sollten wir aber nicht jammern, sondern die Clubs müssen einfach versuchen, ihre Arbeit zu machen. Für Vereine wie Dresden oder Magdeburg muss mindestens die zweite Liga das Ziel sein, weil die dritte Liga ein finanzielles Grab für alle Mannschaften ist», sagte Dörner.

Bundesligist Union Berlin und Zweitligist Erzgebirge Aue seien die positiven Ausnahmen. «Das sind zwei Traditionsvereine, die jahrelang etwas aufgebaut haben und vor allem Geduld hatten, die sich am Ende ausgezahlt hat», sagte Dörner.

© dpa-infocom, dpa:201003-99-809070/2

(dpa)



Ich denke, dass sich der ein oder andere Spieler mittlerweile bei ihm erkundigt hat, wie schön das jetzt wird in den nächsten Tagen.

— Trainer-Rückkehrer und Konditions-Papst Felix Magath bei Hertha BSC über Peter Pekarik, mit dem er schon in Wolfsburg gearbeitet hatte.