Der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Peters hat vor den unabsehbaren juristischen Folgen im Fall eines freiwilligen vorzeitigen Saisonabbruches in den beiden höchsten deutschen Fußball-Ligen gewarnt.
Samstag, 16.05.2020
«Es ist ein großer Unterschied, ob man freiwillig eine Saison abbricht oder dazu gezwungen wird», betonte Peters im Interview der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Durch die Entscheidung der Politik bekommen «wir nun die Chance, die Spielzeit zu Ende zu bringen und müssen das alle mit größter Professionalität tun», betonte Peters vor der Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs am Donnerstag.
Bei einem freiwilligen Saisonabbruch in der Corona-Krise stünde die Liga vor «vielen juristischen Fragen, deren Klärung wahrscheinlich sehr lange dauern würde. Auch deshalb ist es vernünftig und so wesentlich, dass wir die Saison zu Ende spielen.» Andernfalls sei wegen zahlreicher gültiger Verträge mit Schadensersatzforderungen zu rechnen, warnte der 57 Jahre alte Finanzvorstand des FC Schalke 04. «Wir stünden vor einem Berg von Problemen mit einem erheblichen Schaden. Alle Entscheidungen müssten dann am grünen Tisch fallen.»
Man müsse auch schon an die Saison 2020/2021 denken, die laut Rahmenterminkalender im August starten soll. «Es kann ja sein, dass wir unter den derzeitigen Bedingungen noch länger spielen müssen. Niemand weiß das», sagte Peters. «Im August soll es schon weitergehen. Kann dann auch nicht gespielt werden, oder im September? Was passiert dann? Deswegen wäre ein Abbruch die völlig falsche Entscheidung. Und deshalb haben wir dafür geworben, dass wir - wie jeder andere Werktätige auch - unsere Arbeit wieder aufnehmen können», sagte der Stellvertreter von Christian Seifert im DFL- Präsidium.
(dpa)
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