Erneut gab es in Sinsheim gegen Wolfsburg mindestens drei Tore. Diesmal sogar deren acht. Im zweiten Sonntagsspiel holte sich der VfB Stuttgart seine siebte BL-Niederlage 2014 in Folge, davon das fünfte 1:2 ab. Diesmal erlitten die Schwaben das Dilemma in den Schlussminuten bei der Frankfurter Eintracht.
Die frühe 1:0-Führung für 1899 Hoffenheim durch Firminho (4.) glich der VfL Wolfsburg noch zeitig durch Dost (15.) aus. Kurz vor der Pause aber schlug die Gisdol-Truppe nochmals, und diesmal besonders heftig, zu. Süle köpfte zum 2:1 ein (37.), der erstmals wieder in der Startelf befindliche Modeste legte zudem einen Doppelpack zum 4:1-Halbzeitstand drauf (39., 43.). Eine kleine Hoffnung schöpften die Wölfe (zuletzt vier Siege hintereinander) nach dem 2:4 durch Perisic (76.), doch als Träsch Volland im eigenen 16er gefällt und glatt Rot gesehen hatte, durfte Salihovic einmal mehr seine Sicherheit vom Elfmeterpunkt zeigen (82.). Den 6:2-Endstand markierte Schipplock vier Minuten später. Nie fielen bei den Bundesligatreffen zwischen den beiden Teams weniger als drei Treffer.
Ein verrückter Ablauf unterstrich die Brisanz der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart. Völlig verdient war das 1:0 (Harnik, 31.) für die Schwaben zur Pause gegen völlig neben sich stehende Hessen. Auch im zweiten Durchgang lagen die Vorteile zuerst beim VfB, doch als Schiri Aytekin einen Elfer für die Gastgeber nach Rücksprache mit seinem Assistenten richtiger Weise zurück genommen (73.) und Maxim aus kurzer Distanz für den VfB das leere Tor verfehlt hatte (78.), raffte sich die Eintracht doch noch auf, glich durch Joker Rosenthal aus (80.) und holte durch Meier (89.) kurz vor Schluss sogar noch ein 2:1 für die Gastgeber heraus. Stuttgarts achte Bundesliga-Schlappe hintereinander: Vereinsrekord.
Sollten Sie dieses Spiel atemberaubend finden, dann haben Sie es an den Bronchien.
— Marcel Reif beim Spiel zwischen Schalke 04 und Bayern München