Frauen-WM - News

4: 0-Sieg nach Anlaufschwierigkeiten

von Günther Jakobsen13:37 Uhr | 16.06.2015

WM-Gastgeber Kanada reichte ein Remis im abschließenden Spiel, um Platz eins in der Gruppe A zu halten. Deutschlands Spitzenplatz der Gruppe B war erwartungsgemäß nicht gefährdet.

Es wurde kein Wettschießen mit Norwegen, parallel gegen die Elfenbeinküste spielend, um den angestrebten Platz eins in der Gruppe B. Die Skandinavierinnen hätten sechs Tore gegenüber den Deutschen aufholen müssen, waren davon jedoch, trotz einer frühen Führung (6., Hegerberg), ein Stück weit entfernt. "Im Team sind einige sehr starke Spielerinnen, die uns das Leben heute schwer gemacht haben", fand Norwegens Coach Even Pellerud lobende Worte für die Afrikanerinnen, die schließlich mit 3:1 geschlagen wurden. Im Spiel gegen Thailand machte sich die DFB-Auswahl das Leben selber schwer. Silvia Neid hatte umfangreich rotieren lassen, sieben neue Spielerinnen standen gegenüber dem letzten Match in der Startelf. Die Dominanz der Deutschen wurde damit nicht in Frage gestellt, der WM-Debütant aus Asien kam nur einmal gefährlich vor Angerers Kasten, Peter blockte den Schuss von Sungngoen ab (19.). Dennoch konnte Silvia Neid nicht zufrieden sein: "Wir waren viel zu umständlich", beurteilte die Bundestrainerin das Spiel der ersten 45 Minuten, in denen lediglich Leupolz´ Kopfball aus der 24. Minute den Weg ins gegnerische Tor fand (24.). Thailands kompakte Abwehrkette mit der zweikampfstarken Srangthaisong und der guten Torhüterin Boonsing konnten in letzter Konsequenz immer wieder klären und die Räume zustellen. Marozsan vergab freistehend vor Boonsing die größte Chance des ersten Abschnitts (45.).

Zur zweiten Halbzeit wechselte Neid deshalb mit Mittag und Petermann zwei neue Offensiv-Alternativen ein, die Thailands Ordnung schnell aufmischten. Nach Schmidts Flanke von rechts köpfte Petermann in der 56. Minute am langen Pfosten zum 2:0 ein und war auch zwei Minuten später per Kopf erfolgreich, als Behringer über links einen Eckball ins Zentrum schlug. Nach diesem Doppelschlag knickten die Asiatinnen doch spürbar ein. Man mühte sich zwar bis zum Abpfiff, doch nun wurde der Klassenunterschied ganz deutlich aufgezeigt. Däbritz, die auch schon vor der Pause gute Aktionen zeigte, staubte in der 72. Minute zum 4:0-Endstand ab.
Thailand blieb noch eine Restchance, als einer der vier besten Gruppendritten die K.o.-Runde zu erreichen. Die beiden letzten Spiele der Gruppe A endeten jeweils unentschieden: Kanada (5 Punkte) und die Niederlande (4) trennten sich 1:1, während China (4) und Neuseeland 2:2 remis abschlossen, was für die Neuseeländerinnen (2 Punkte) das Turnier-Aus bedeutete. Die Chinesinnen besetzten in der Abschlusstabelle Rang zwei. Ihr Assistenztrainer Chang Weiwei hob speziell die Fortschritte im athletischen Bereich hervor: "Wir haben mit unseren Spielerinnen an der Schnelligkeit gearbeitet und ich finde, sie haben sich sehr verbessert."



In der zweiten Halbzeit wäre er fast erfroren.

— Franz Beckenbauer bei RTL über Mario Basler im Spiel FC Bayern - Bröndby, November 1998