Die Hälfte der 18 Klubs hat noch konkrete Ziele zu erreichen bzw. erreichte Platzierungen zu verteidigen. Für ausreichend Spannung sollte die Saison abschließende Runde somit garantieren.
Der 34. Spieltag könnte noch einige signifikante Veränderungen mit sich bringen. So ist beispielsweise noch nicht entschieden, wer letztlich den sicheren CL-Startplatz drei oder Relegationsrang vier einnimmt. Natürlich hat Schalke beste Voraussetzungen, als Drittplatzierter die Ziellinie zu überqueren; ein Punkt würde dafür im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Nürnberg bereits genügen. Sollte die "Königsblauen" jedoch patzen, könnte Leverkusen - vor eigenem Publikum gegen die bereits gesicherten Bremer - sich in letzter Minute noch vorbeischieben. Die Werkskicker belegten immerhin an 24 Spieltagen einen direkten CL-Startplatz, bevor eine Schwächephase das Ziel gefährdete. Im Falle eines Leverkusener Ausrutschers käme der Partie VfL Wolfsburg vs. Borussia Mönchengladbach hohe Bedeutung zu. Ein Sieger aus dieser Begegnung würde dann auf Rang vier vorrücken. Die EL-Teilnahme ist diesen beiden Kontrahenten allerdings sicher. Der FSV Mainz indes, aktuell Siebter, benötigt gegen den Hamburger SV schon einen Sieg, um absolut sicher vor Verfolger FC Augsburg (gegen Frankfurt) abzuschließen. Somit sind noch sechs Klubs im Kampf um Europapokalplätze unter Zugzwang. Frei von Erfolgsdruck, bezogen auf relevante tabellarische Veränderungen, sind die Spiele FC Bayern gegen VfB Stuttgart, Hannover 96 gegen SC Freiburg und Hertha BSC gegen Borussia Dortmund.
Um sehr viel mehr geht es in den drei restlichen Begegnungen. Braunschweig, Nürnberg und den Hamburger SV trennt jeweils nur ein einziger Punkt - eine komplette Umkehrung der Reihenfolge jener drei Abstiegskandidaten, die allesamt auswärts antreten, wäre demzufolge möglich. Schlusslicht Eintracht Braunschweig hat mit 1899 Hoffenheim einen Gegner, der nicht weiter klettern kann und nach hinten keine Probleme hat. Geschenkt wird den Niedersachsen jedoch nichts: "Wir kennen diese Situation aus dem Vorjahr sehr genau. Da ging es uns, wie es den Braunschweigern jetzt ergeht. Wir wollen die Saison sauber zu Ende spielen und den Fokus nur auf uns legen", unterstreicht Markus Gisdol. Der Club kann bei den Schalkern schon deshalb keine Schützenhilfe erwarten, da jene, wie erwähnt, noch Eigenbedarf haben. Und ein Unentschieden wäre für den FCN wahrscheinlich zu wenig, da das Torverhältnis gegenüber dem HSV deutlich schlechter ist. Für die Hanseaten ist das Gastspiel in Mainz, trotz ihrer vermeintlich besten Ausgangsposition im Abstiegskampf, eine unangenehme Aufgabe. Glückt Braunschweig oder Nürnberg ein Überraschungscoup, könnte Relegationsplatz 16 noch verloren gehen. Die Taktik der Hamburger könnte sich also durchaus, je nach den Zwischenständen auf den anderen Plätzen, verändern. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Die Relegation bietet lediglich die Chance, dieses Ziel zu erreichen", denkt Mirko Slomka schon einen Schritt weiter.
Ich bin mir nicht im Klaren darüber, ob ich das Regelwerk noch kenne!
— Felix Magath zu einer Schiedsrichterleistung