Der erste Saison-Dreier überhaupt glückte Hannover im Nord-Derby daheim gegen Werder, das die vierte Schlappe in Serie kassierte. Währenddessen feierte nun auch Ingolstadt gegen Frankfurt seinen ersten Sieg vor eigenem Publikum. Gladbach bezwang Wolfsburg im Duell zweier CL-Teilnehmer, Hertha schickte den HSV mit einem deutlichen Negativ-Ergebnis nach Hause, derweil sich Hoffenheim in der Nachspielzeit von Stuttgart noch zwei Zähler nehmen ließ. Darmstadt musste sich bereits am Freitagabend den Mainzern beugen.
In einer dürftigen Bundesligapartie genügte Hannover 96 ein Kopfballtreffer von Sané nach einer Kiyotake-Ecke (55.) gegen Werder Bremen. Die anderen wenigen Tormöglichkeiten vereitelten die Keeper Zieler (96) und Wiedwald (SVW), die somit noch zu den Besten bei diesem Fehlpassfestival gehörten. Die Hanseaten rutschten somit ebenfalls ganz tief in den Ligakeller, 96 verließ den letzten Rang.
Platz fünf erreichte dagegen Aufsteiger FC Ingolstadt 04 durch einen überzeugenden Auftritt nach der Pause gegen Eintracht Frankfurt. Groß (78.) sowie Lex (84.) nach einem schweren Torwartfehler von Hradecky zeigten schwachen Hessen die Grenzen auf.
Lange plätscherte die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg recht müde und ereignislos vor sich hin. Dann glückte Nordtveit einer seiner wenigen Bundesliga-Treffer (76.) und Traoré (79.) konterte die zu weit aufgerückten Wölfe kurz danach endgültig aus. Die beiden CL-Teilnehmer boten über große Strecken aber nur Magerkost.
Recht souverän behauptete sich Hertha BSC gegen einen wenig überzeugenden Hamburger SV mit 3:0 durch ein cleveres Tor von Kalou (17.) sowie einem Doppelschlag vom wieder aufblühenden Angreifer Ibisevic (77., 79.). Im Hamburger Angriff war dagegen fast durchweg Funkstille.
Zwei Tore von Volland (33. per Elfmeter und 77.) reichten 1899 Hoffenheim nicht gegen den VfB Stuttgart zum Sieg aus, der zweimal ausglich. Zuerst traf Joker Kliment (64.) zum 1:1, in der Nachspielzeit verlängerte Timo Werner dann eine Flanke per Kopf zum 2:2-Endstand, den sich die ersatzgeschwächten Schwaben nicht unverdient sicherten.
Zum zweiten Mal musste sich Darmstadt 98 in dieser Saison vor eigenem Publikum mit einer Niederlage verabschieden. Nach dem FC Bayern holte auch der 1. FSV Mainz 05 beim Aufsteiger die Punkte. Der Erfolg hing jedoch am seidenen Faden, denn in der Nachspielzeit jagte Wagner für 98 noch einen Elfer über die Querlatte. Zuvor war der FSV durch Bell (15.) und Malli (24.) zwar in Front gegangen, doch die kampfstarken Gastgeber glichen durch Heller (27.) und Sailer (57.) aus. De Blasis war es in der 64. Minute vergönnt, den Siegtreffer für die Mainzer zu markieren.
Ich hätte im Sommer einfach den Götze angerufen und den Draxler und gesagt: Kommt her Jungs, lasst uns hier was aufbauen.
— Kevin-Prince Boateng über große Pläne bei Hertha BSC.