Abschlussstarker SCP

von Günther Jakobsen12:39 Uhr | 20.10.2014

Die drei letzten Begegnungen des achten Spieltags waren umkämpft, endeten jedoch ohne einen Gästesieg. Somit konnte Roberto di Matteo einen gelungenen Einstand auf Schalke feiern und Paderborn seinen dritten Saisonsieg eintüten. Der Hamburger SV musste trotz ansehnlichem Vortrag gegen Hoffenheim mit einem Remis zufrieden sein.

Dass auf dem Platz von seiner Mannschaft keine ´hohe Kunst´ zelebriert wurde, war S04-Coach Roberto di Matteo klar: "Für uns war es heute einfach erst einmal wichtig, drei Punkte zu haben. Außerdem war es gut, mal wieder zu Null gespielt zu haben", erklärte er. "Schalke hat aus wenig viel gemacht", beschrieb Herthas Trainer Jos Luhukay den 2:0-Sieg der Gelsenkirchener über die Berliner, denen ihre optische Überlegenheit nichts brachte. Huntelaar, mit einem für Kraft unerreichbaren Kopfball (19.) und Draxlers abgefälschter Schuss aus der 65. Minute bescherte Schalke den Dreier, der die Königsblauen erstmals in dieser Saison in die vordere Tabellenhälfte katapultierte (Platz 9). Hertha büßte einen Rang ein (runter auf 13).

Der "krasseste Außenseiter der Bundesligageschichte" (Zitat: André Breitenreiter) schob sich am achten Spieltag mit vorzeigbaren zwölf Punkten auf den siebten Tabellenplatz vor. Und das nicht unverdient, wie Gästetrainer Thomas Schaaf zugab: "Paderborn hat verdient gewonnen. Wir haben nicht diese Entschlossenheit gezeigt wie Paderborn." Der SCP steckte den 0:1-Rückstand weg (57., Meier), als der eingewechselte Duksch aus recht spitzem Winkel ins lange Eck traf (65.). Die Eintracht ließ ihre nachfolgenden Torchancen aus, während Hünemeier (79.) und Kutschke (85.) abgezockt den 3:1-Endstand für den Aufsteiger herausspielten. Ohne Sieger endete das vorangegangene Sonntagsspiel zwischen dem Hamburger SV und 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer verpassten es vornehmlich in der ersten Halbzeit, ihre 1:0-Führung (15., Modeste) auszubauen. Der HSV hatte durch Lasogga zwar noch vor dem Seitenwechsel ausgleichen können (34.), wurde aber erst in Durchgang zwei zum besseren Team. "Nach dem Spiel sind die Spieler herumgelaufen, als hätten wir verloren, das haben wir aber nicht", musste Joe Zinnbauer seine Elf daran erinnern, dass man nach einem Rückstand immerhin noch einen Punkt rettete - auch wenn noch mehr möglich gewesen wäre.



Diese Ruuudi-Ruuudi-Rufe hat es früher nur für Uwe Seeler gegeben.

— Gerd Rubenbauer