Keine "Todesgruppe", kein "Freifahrtschein": Die sechs Europapokal-Teilnehmer aus der Bundesliga durften nach den Gruppen-Auslosungen zur Kenntnis nehmen, dass ihre Chancen, in die jeweiligen K.o.-Runden vorzustoßen, durchaus intakt waren. Auch wenn es Bayer beispielsweise schwerer haben dürfte, als Bayern ...
Beide deutschen Europa League-Starter wurden in Gruppen gelost, die gleichermaßen attraktiv wie aussichtsreich erscheinen. Girondins Bordeaux ist der namhafteste Konkurrent der Frankfurter, die in Gruppe F des weiteren auf die jeweiligen Landesmeister Apoel Nikosia (Zypern) und Maccabi Tel Aviv (Israel) treffen. Nikosia war auf sportlichem Wege in den Play-offs an Waregem gescheitert, erwies sich jedoch als Glückspilz, der per Los als Ersatz für Fenerbahce (Ausschluss wegen Korruptions-Affäre) gezogen wurde. Für den SC Freiburg dürfte in der Gruppe H der FC Sevilla die härteste Nuss sein, die es zu knacken gilt. GD Estoril (Portugal) und Slovan Liberec, der Drittplatzierte Tschechiens, vervollständigen diese Gruppe.
Interessante Aufgaben waren tags zuvor den vier deutschen Champions League-Startern zugelost worden. Bayer Leverkusen (Gruppe A) erwischte mit Manchester United ein großes Kaliber; auch Donezk und Real Sociedad dürften schwer bespielbare Widersacher sein. „Schlimmer hätte es nicht kommen können“, fand Rudi Völler. Auch der BVB (Gruppe F) hätte es - nominell - einfacher haben können: Olympique Marseille, FC Arsenal und der SSC Neapel warten auf die Borussen. „Es ist eine sehr interessante Konstellation, weil es keinen richtigen Favoriten gibt“, meint Michael Zorc. Der Favorit der Gruppe D ist schnell ausgemacht: Titelverteidiger FC Bayern. Einzig Manchester City wird zugetraut, die Münchner ernsthaft zu fordern. ZSKA Moskau und Viktoria Pilsen gelten als Außenseiter. „Chelsea ist der Topfavorit, die anderen drei Teams kämpfen um den zweiten Platz“, skizziert Schalke-Manager Horst Heldt seine Sicht der Gruppe E. Steaua Bukarest und der FC Basel werden neben den „Blues“ und den „Knappen“ versuchen, über die Gruppenphase hinauszukommen.
Unsere Profis sollten den Amateuren die Schuhe putzen.
— Herthas Schatzmeister Heinz Strieck zum Pokalfinale mit den Amateuren der Berliner.