Champions League

Ackerei mit geringem Ertrag

In einer an Torchancen kargen Partie führten Abwehrpatzer auf beiden Seiten zum 1:1-Endstand. Werder stand zwar weitestgehend kompakt, konnte sich aber offensiv ebenso wenig in Szene setzen, wie Gastgeber Udinese Calcio. Die durch den späten Gegentreffer verpasste Siegchance schmälerte Bremens Erfolgsaussichten für ein Überstehen der Gruppenphase.

Der für den gesperrten Klasnic in die Startelf beförderte Valdez hatte Werders erste Torchance, als er nach einer Hereingabe Owomoyelas zum Kopfstoß kam, jedoch das Tor verfehlte (7.). Dies war die für lange Zeit einzige Erfolg versprechende Aktion einer Partie, die sich fast ausschließlich zwischen den Strafräumen abspielte. Erst in der 33. Minute durchbrach Udinese das fruchtlose Mittelfeldspiel, als Di Michele mittig im Sechzehner auf Reinke zusteuerte, das Leder aber am herausstürzenden Keeper sowie am Pfosten vorbei ins Toraus setzte. Die Gastgeber erhöhten in der Folge die Schlagzahl ein wenig, doch der beeindruckende 20-Meter-Kracher Micouds, der vom Lattenkreuz ins Aus prallte (44.), blieb bis zur Pause der Höhepunkt des Spiels.

Bremens Bemühen um den ersten Erfolg dieser CL-Saison wurde in der 64. Minute belohnt. Schulz schlug eine Freistoßflanke in den Strafraum; die versammelte Schar von Bremer Angreifern und Udineses Abwehrspielern stieg hoch - und der Ball schlug, sauber hereingeköpft, im unteren rechten Torwinkel ein. Der Torschütze war jedoch kein Werderaner, sondern Felipe, im Normalfall Torverhinderer auf Seiten der Italiener. Udinese verdaute den Rückschlag schnell und suchte die schnelle Ergebniskorrektur, scheiterte dabei jedoch zwei Mal am Bremer Schlussmann. Werder ließ sich jedoch nicht dauerhaft unter Druck setzen und hatte seinerseits eine gute Möglichkeit durch Baumann, das Resultat aufzustocken. In dieser kritischen Situation erwies sich allerdings Torwart De Sanctis als reaktionsschnell (77.). Ein grober Stellungsfehler der Bremer Defensivabteilung ermöglichte in der 86. Minute den Ausgleich. Mauri nutzte ein Loch in der zu weit aufgerückten Werderabwehr, schickte Di Natale lang und der konnte frei auf das Bremer Tor zulaufen und ließ Reinke keine Chance.