Anfangs peinlich, später virtuos
von Günther Jakobsen
Die erste Halbzeit beim Besuch im portugiesischen Faro, wo derzeit die Nationalmannschaft von Gibraltar ihre Gegner empfängt, hätte sich fast zu einem Debakel für das DFB-Team entwickelt. Erst nach dem Seitenwechsel fand der amtierende Weltmeister die richtige Einstellung zum Spiel und gewann am Ende standesgemäß.
In den ersten zehn Minuten biss sich die Löw-Truppe am kernig verteidigenden Underdog die Zähne aus und brachte selbst einen Elfer nicht im Kasten des Gegners unter (10., Schweinsteiger scheiterte an Keeper Perez). Ein knapp sein Ziel verfehlender Fernschuss von Walker (5.), eine dicke Möglichkeit für Priestley (17., Weidenfeller rettete) sowie ein Freistoß von Payas (21., Weidenfeller im Nachfassen) sorgten gar für ein verdientes Chancenplus der überraschend frech auftretenden Gastgeber. Dem hatte Deutschland nur noch einen Lupfer von Gündogan entgegenzusetzen, der knapp sein Ziel verfehlte (19.). Völlig überraschend dann aber doch die Führung der bis dahin enttäuschenden Löw-Kicker, als Schürrle per glücklich abgeprallter Götze-Vorlage plötzlich freie Fahrt aufs Tor bekam und cool einschob (28.). Götze verletzte sich allerdings leicht bei dieser Aktion, für ihn kam Kruse (36.). Den Ausgleich hatte kurz darauf Gosling auf dem Fuß, scheiterte aber nach einem Boateng-Hector-Missverständnis an Weidenfeller (31.). Kurz vor der Halbzeit häuften sich dann allerdings die Chancen vor dem Tor Gibraltars. Torwart Perez vereitelte indes das 0:2 gegen Özil und Herrmann in toller Manier (44.).
Mit einem Doppelschlag machte die DFB-Elf kurz nach der Pause aber gleich reinen Tisch. Zuerst staubte Kruse nach einem schönen Spielzug ab (47.), dann nutzte Gündogan einen Durchbruch ebenso eiskalt (51.). Nachdem auch Lee Casciaro mit einem Heber der Anschlusstreffer für Gibraltar misslungen war (56.), lief die deutsche Angriffsmaschine auf Hochtouren: Bellarabi vollendete nach Özil-Zuspiel zum 4:0 (57.), Schürrle per Doppelpack nach Vorlagen von Gündogan (65.) und Özil (71.) auf insgesamt 6:0. Beim 7:0 war Kruse erneut zur Stelle (81.), dem die nunmehr müde gelaufenen Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen wussten. Letztlich kam nach schwachem Beginn also doch noch der erwartete Kantersieg zustande, mit dem sich Deutschland in seiner Gruppe auf den 2. Rang verbesserte.
Ulrich Merk
In den ersten zehn Minuten biss sich die Löw-Truppe am kernig verteidigenden Underdog die Zähne aus und brachte selbst einen Elfer nicht im Kasten des Gegners unter (10., Schweinsteiger scheiterte an Keeper Perez). Ein knapp sein Ziel verfehlender Fernschuss von Walker (5.), eine dicke Möglichkeit für Priestley (17., Weidenfeller rettete) sowie ein Freistoß von Payas (21., Weidenfeller im Nachfassen) sorgten gar für ein verdientes Chancenplus der überraschend frech auftretenden Gastgeber. Dem hatte Deutschland nur noch einen Lupfer von Gündogan entgegenzusetzen, der knapp sein Ziel verfehlte (19.). Völlig überraschend dann aber doch die Führung der bis dahin enttäuschenden Löw-Kicker, als Schürrle per glücklich abgeprallter Götze-Vorlage plötzlich freie Fahrt aufs Tor bekam und cool einschob (28.). Götze verletzte sich allerdings leicht bei dieser Aktion, für ihn kam Kruse (36.). Den Ausgleich hatte kurz darauf Gosling auf dem Fuß, scheiterte aber nach einem Boateng-Hector-Missverständnis an Weidenfeller (31.). Kurz vor der Halbzeit häuften sich dann allerdings die Chancen vor dem Tor Gibraltars. Torwart Perez vereitelte indes das 0:2 gegen Özil und Herrmann in toller Manier (44.).
Mit einem Doppelschlag machte die DFB-Elf kurz nach der Pause aber gleich reinen Tisch. Zuerst staubte Kruse nach einem schönen Spielzug ab (47.), dann nutzte Gündogan einen Durchbruch ebenso eiskalt (51.). Nachdem auch Lee Casciaro mit einem Heber der Anschlusstreffer für Gibraltar misslungen war (56.), lief die deutsche Angriffsmaschine auf Hochtouren: Bellarabi vollendete nach Özil-Zuspiel zum 4:0 (57.), Schürrle per Doppelpack nach Vorlagen von Gündogan (65.) und Özil (71.) auf insgesamt 6:0. Beim 7:0 war Kruse erneut zur Stelle (81.), dem die nunmehr müde gelaufenen Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen wussten. Letztlich kam nach schwachem Beginn also doch noch der erwartete Kantersieg zustande, mit dem sich Deutschland in seiner Gruppe auf den 2. Rang verbesserte.