Anti-Fußball
von Günther Jakobsen
Wenn einem das Team fehlt, das neben dem Defensivspiel auch noch offensive Akzente setzen kann, dann lässt man halt nur defensiv spielen. Das No-Go im Angriff von Mourinhos FC Chelsea bei Atletico Madrid wurde nur noch von der fehlenden Kreativität ihres Gastgebers, mit dieser destruktiven Spielweise umzugehen, getoppt. Die Zuschauer sahen im Vicente Calderon wohl eines der langweiligsten und fußballerisch schwächsten Halbfinals der Champions-League-Geschichte.
Einzig Mittelstürmer Torres hatte Chelsea-Coach Mourinho nicht mit Abwehraufgaben beauftragt, der Rest seiner Truppe war ausschließlich damit beschäftigt, eine Wand gegen die vorwiegend ballführende Elf von Diego Simeone zu errichten. Die aufregenste Szene sollte dann nach einer guten Viertelstunde für etwas Abwechslung sorgen, auch wenn sie nur zweitrangig fußballerischer Art war. Torwart Cech war unglücklich auf einem Ellenbogen gelandet und musste dem 41-jährigen Senior Mark Schwarzer Platz machen (16.). Anstatt mit zügigen Kombinationen über die Flügel, mit Positionswechseln und viel Laufarbeit den Riegel der Londoner zu durchbrechen, versuchte Atletico über Fernschüsse und Flanken, die meist aus dem Halbfeld geschlagen wurden, ihr Glück. Recht nahe in Richtung Tor kam nur Suarez, dessen Schuss aus der zweiten Reihe nach einer guten halben Stunde aber rechts am Kasten vorbei strich.
Im zweiten Durchgang mussten Courtois und Schwarzer jeder einmal einen Ball halten, der ihnen genau in die Arme flog, Lampard und Diego hatten vom Strafraumrand geschossen. Schütze Lampard schwächte sein Team zudem fürs Rückspiel, weil er nach einer guten Stunde die Gelbe Karte sah und im Rückspiel zuschauen darf. Nach Cech verletzte sich zudem Terry, der mit dem Fuß umknickte, für ihn kam Schürrle (73.). Am zähen Spielverlauf aber hatte sich nach der Pause nichts geändert. Alle Schüsse der Gastgeber blieben weiterhin im Abwehrgeflecht Chelseas hängen, alle Kopfbälle landeten im Toraus. Weil auch Mikel (Chelsea) und Gabi (Atletico) mit Gelb bedacht wurden, müssen beide Akteure ebenfalls im Rückspiel zuschauen. Nach dem Hinspiel sollte man von 120 Minuten torlose Spielzeit plus Elfmeterschießen ausgehen.
Einzig Mittelstürmer Torres hatte Chelsea-Coach Mourinho nicht mit Abwehraufgaben beauftragt, der Rest seiner Truppe war ausschließlich damit beschäftigt, eine Wand gegen die vorwiegend ballführende Elf von Diego Simeone zu errichten. Die aufregenste Szene sollte dann nach einer guten Viertelstunde für etwas Abwechslung sorgen, auch wenn sie nur zweitrangig fußballerischer Art war. Torwart Cech war unglücklich auf einem Ellenbogen gelandet und musste dem 41-jährigen Senior Mark Schwarzer Platz machen (16.). Anstatt mit zügigen Kombinationen über die Flügel, mit Positionswechseln und viel Laufarbeit den Riegel der Londoner zu durchbrechen, versuchte Atletico über Fernschüsse und Flanken, die meist aus dem Halbfeld geschlagen wurden, ihr Glück. Recht nahe in Richtung Tor kam nur Suarez, dessen Schuss aus der zweiten Reihe nach einer guten halben Stunde aber rechts am Kasten vorbei strich.
Im zweiten Durchgang mussten Courtois und Schwarzer jeder einmal einen Ball halten, der ihnen genau in die Arme flog, Lampard und Diego hatten vom Strafraumrand geschossen. Schütze Lampard schwächte sein Team zudem fürs Rückspiel, weil er nach einer guten Stunde die Gelbe Karte sah und im Rückspiel zuschauen darf. Nach Cech verletzte sich zudem Terry, der mit dem Fuß umknickte, für ihn kam Schürrle (73.). Am zähen Spielverlauf aber hatte sich nach der Pause nichts geändert. Alle Schüsse der Gastgeber blieben weiterhin im Abwehrgeflecht Chelseas hängen, alle Kopfbälle landeten im Toraus. Weil auch Mikel (Chelsea) und Gabi (Atletico) mit Gelb bedacht wurden, müssen beide Akteure ebenfalls im Rückspiel zuschauen. Nach dem Hinspiel sollte man von 120 Minuten torlose Spielzeit plus Elfmeterschießen ausgehen.