Bundesliga

Bayern gebremst

Die drei letzten Spiele des 9. Spieltags drehten sich ausschließlich um den vorderen Tabellenbereich. Leverkusen und Wolfsburg gingen daraus als Gewinner hervor, während Schalke erst einmal den Anschluss verlor. Das Spitzenspiel zwischen Gladbach und dem FC Bayern wusste zu gefallen, blieb jedoch torlos.

Mit ihrer Defensiv-Leistung waren die Schalker immerhin zufrieden. "Wir hätten etwas mutiger nach vorne spielen können und sollen. Leider ist uns das nicht gelungen", sprach Roberto Di Matteo das große Manko der Gelsenkirchener beim Gastspiel in Leverkusen an. "Fußballerisch war das von uns zu wenig", urteilte Klaas-Jan Huntelaar gerade heraus. Bayer-Coach Roger Schmidt war ebenfalls mit der Abwehrarbeit seiner Schützlinge sehr einverstanden ("Wir haben keine wirkliche Torchance des Gegners zugelassen") und sah ein Spiel, das Leverkusen aufgrund seiner aktiveren Einstellung zurecht gewann. Unisono würdigten alle Beteiligten Calhanoglus grandios ausgeführten Freistoßtreffer, der die Partie in der 53. Minute entschied. Schalke machte auch aus seinem Überzahlspiel in der Schlussphase nichts, als Jedvaj nach einer Grätsche den Roten Karton sah (85.). Leverkusen konnte sich in der Tabelle um einen Rang verbessern (auf fünf), verlor aber für längere Zeit Reinartz, der nach einem Ellenbogen-Check von Höger einen Augenhöhlenbruch erlitt und das Feld in der 18. Minute verlassen musste.

Die deutliche 0:3-Niederlage in Wolfsburg packte FSV-Trainer Kasper Hjulmand in weiche Worte: "Ich finde, wir haben nicht so ein gutes Spiel gemacht." Sein VfL-Pendant Dieter Hecking war da etwas forscher: "Die waren eine halbe Klasse unter uns." Tatsächlich vermochte Mainz nur zu Spielbeginn und in Teilen der ersten Halbzeit aufzuzeigen, warum man bislang noch ungeschlagen war. Nach Naldos Kopfballtreffer zum 1:0 (15.) schwang sich der VfL zum Taktgeber auf; für Mainz konnte Schlussmann Karius den Rückstand zunächst noch in Grenzen halten. Erneut nach einem Eckstoß bereitete Naldo dann nach einer knappen Stunde auch den zweiten Treffer per Kopf vor - Perisic verlängerte das Leder ins Netz. Kurz vor Schluss brachte Caligiuri das Spielgerät aus kurzer Distanz zum dritten Mal im Gästetor unter (87.). Wolfsburg sprang auf Rang drei vor und kam näher an die beiden Spitzenteams heran. Mönchengladbach und der FC Bayern trennten sich nach einem ansehnlichen Kräftemessen nämlich 0:0 unentschieden. Beide Trainer erklärten sich mit dem Remis einverstanden, was unterm Strich nachvollziehbar war. Die Münchner verbuchten den klar höheren Ballbesitz und etwa doppelt soviele Torschüsse für sich, doch Gladbachs Chancen, besonders in der zweiten Halbzeit, waren hochkarätig. Neuer bekam mehrere Möglichkeiten sich auszuzeichnen.