Bundesliga

Bayern Meister, BVB-S04-Derby ohne Tore

Auch von der "Alten Dame" ließ sich der FC Bayern nicht an der Vollendung seiner 24. Meisterschaft hindern und ging mit einem 3:1 in Berlin so früh wie noch nie zuvor ein Champion in der Bundesliga durchs Ziel. Da geriet das 0:0 der beiden Verfolger Dortmund und Schalke natürlich zur Nebensache. Braunschweig schöpft dagegen neue Hoffnung nach dem 3:1 über Mainz, während Bremen mit demselben Ergebnis - allerdings als Niederlage - daheim gegen Wolfsburg wieder akuter in den Abstiegssog gerät.

Großer Glückwunsch nach München. Der FC Bayern München unter Pep Guardiola war noch dominanter als die Truppe von Jupp Heynckes im Vorjahr, die schon überaus souverän die 23. Meisterschaft eingefahren hatte. Bei Hertha BSC war die Messe eigentlich bereits nach 14 Minuten gelesen, denn Kroos (6.) und Götze (14., per Kopfball!) hatten früh die Weichen gestellt. Als der souveräne Rekordmeister nicht mehr das volle Brett fuhr und Ramos auch noch per Elfer verkürzen durfte (66.), flackerte kurz die Möglichkeit der Vertagung der Meisterschaft auf, doch ein Zuckertor von Franck Ribery räumte mit jedem Zweifel auf (79.). In der gesamten Bundesligageschichte wurde noch nie ein Team so überlegen Deutscher Meister wie die Guardiola-Mannschaft des FC Bayern München 2014.

Zum 84. Mal standen sich Borussia Dortmund und der Fc Schalke 04 im Ruhrpott-Derby gegenüber und boten als Zweiter und Dritter der Liga auch eine abwechslungsreiche Partie - allerdings ohne Tore. Der BVB war anders als die Gäste von "nebenan" wirklich oft vor einem Treffer (vor allem Reus), doch S04-Schlussmann Fährmann, der bereits in den letzten Woche glänzende Leistungen gezeigt hatte, war nicht zu überwinden. Somit blieb Dortmund weiterhin ein Punkt vor seinem hartnäckigen Nachbarn aus dem Revier.
Ausgerechnet bei Eintracht Braunschweig schwächelten die in dieser Saison so robust und flexibel agierenden Kicker vom 1. FSV Mainz 05 und mussten mit einer überraschenden 1:3-Schlappe die Heimreise antreten. Das 1:0 durch Kumbela (18.) hatten die Gäste noch flugs durch Nico Müller gekontert (20.). Fast mit dem Halbzeitpfiff handelte sich die Tuchel-Elf noch einen blöden Treffer zum 1:2 durch Nielsen ein. Selbst im zweiten Durchgang wirkte die Eintracht zwingender und wurde belohnt, weil sich Kumbela nach einer Flanke von Elabdellaoui quer in die Luft stellte und mit einem knackigen Fallrückzieher die Entscheidung erzielte (77.). Hoffnung in Braunschweig, denn durch den fünften Saisonsieg ist das Team dicht an die Konkurrenten herangerückt.

Bei Werder Bremen schaut man nicht erst seit heute etwas besorgt auf das schwere Restprogramm. Gegen einen zuletzt oft indisponierten VfL Wolfsburg hatten sich die Hanseaten eigentlich etwas ausgerechnet, doch es sollte anders kommen. Schon das frühe 0:2 durch Junior Malanda (2.) und Perisic (10.) war ein böser Einstieg. Zwar verkürzte Prödl umgehend auf 1:2 (16.), doch die Wölfe wirkten insgesamt stabiler und ballsicherer. Beide Seiten hatten auch im zweiten Durchgang gute Möglichkeiten, doch nur noch Arnold traf mit einem satten Linksschuss ins obere Dreieck (80.) und sorgte damit für die Entscheidung. Das Hecking-Team war allerdings auch in allen wesentlichen Eckdaten dieser Partie stärker und gewann deshalb grundverdient.