Frauen Freundschaftsspiele

Bewährungstest

Umrahmt von einer Zuschauer-Rekordkulisse trifft die deutsche Frauen-Nationalelf in der Münchner Allianz-Arena auf Weltmeister Japan. Ob und wie die zahlreichen Ausfälle kompensiert werden können, wird sich bei diesem letzten Test vor der EM herausstellen.

Vor dem Anpfiff der Europameisterschaft in Schweden, am 10. Juli, misst sich Deutschlands Nationalteam am Samstag noch mit Japan, dem amtierenden Weltmeister. Diese Begegnung kann unter mehreren Aspekten als echter Härtetest bezeichnet werden. Nicht nur die Qualität des Gegners spielt eine Rolle, es ist auch der gezwungenermaßen stark forcierte Umbau des deutschen Teams, der das Spiel gegen die Japanerinnen zu einer Standortbestimmung werden lässt. Nach dem unbefriedigenden Abschneiden bei der WM 2011 hatte es einen gewissen personellen Umbruch gegeben; dass man nun aber verletzungsbedingt in Schweden auf die eingeplanten Stammkräfte Popp, Kulig, Bresonik, Peter, Odebrecht und Faißt verzichten muss, übersteigt das Normalmaß an Ausfällen. Kompensierend wirkt dem immerhin entgegen, dass mit Laudehr und Bajramaj zwei wiedergenesene Rückkehrer begrüßt werden können.

"Wir haben in unseren Trainingseinheiten eine hohe Qualität mit unseren jungen Spielerinnen", gab sich Bundestrainerin Silvia Neid zufrieden mit ihrer Truppe. Torhüterin Nadine Angerer, die bereits vier EM-Titelerfolge mit der DFB-Auswahl feierte, ist ebenfalls zuversichtlich: "Man merkt schon, dass wir noch in der Findungsphase sind. Wir mussten uns als Mannschaft neu definieren. Aber die jungen Spielerinnen machen das großartig." Für das Turnier in Schweden weist sie jedoch jedweden Überschwang von sich: "Ich sehe uns nicht als alleinigen Topfavoriten auf den Titel. Dafür war der Umbruch zu groß und wir haben einige personelle Ausfälle."