Gladbach zu fahrlässig beim 2: 3 gegen HSV
von Marcel Breuer | dpaDer Hamburger SV hat beim 3:2 gegen Borussia Mönchengladbach den dritten Heimsieg eingefahren und sich auf Platz elf verbessert. Drmic, Rudnevs und Ilicevic sind die Gewinner des Kampf-Spiels.
Der HSV hat mit dem 3:2 gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Erfolg in 2016 eingefahren. Trainer Bruno Labbadia lobte sein Team für die kämpferische Leidenschaft, Gäste-Trainer André Schubert sprach von Nachlässigkeit.
Fast ein Jahr war Artjoms Rudnevs weg vom Fenster und wurde beim HSV sogar zur U23 abgeschoben. Nach privaten Problemen im Vorjahr hängte sich der Lette im Training doppelt rein, den Verein wechseln wollte er im Winter nicht. HSV-Trainer Bruno Labbadia belohnte den 28-Jährigen mit dem Startelfeinsatz gegen Gladbach und wurde mit dem zweiten Saisontor belohnt. Die Fans forderten den Publikumsliebling, der sich von Lewis Holtby in die Nordkurve zerren ließ. «Rudi hat sich das erarbeitet», sagte Labbadia. Der Hochgelobte selbst gab keinen Kommentar.
Spielerisch gut und sicher begonnen, dann das Kämpfen eingestellt. Die «Fohlen»-Elf zeigte in Hamburg zwei Gesichter und verpasste den Sprung auf Platz vier. «Wir waren zu nachlässig und haben die Spannung verloren», sagte Gladbach-Coach André Schubert. Bestes Beispiel war Granit Xhaka, der nach seiner Drei-Spiele-Sperre mit 107 die meisten Ballkontakte auf dem Feld hatte, sich nach 1:0-Führung dann aber zu sicher war. «Das muss er lernen, die Bundesliga ist eng. Wir müssen konzentriert sein, sonst kriegen wir ein Problem», meinte Schubert.
Ex-Kapitän Rafael van der Vaart kam zu Besuch mit seinem in Hamburg lebenden Sohn Damian. Der 33-Jährige hat derzeit viel Freizeit: Beim 2:2 seines Noch-Arbeitgebers Betis Sevilla am Samstag in La Coruna gehörte der Niederländer nicht einmal mehr zum Kader. Nach nur sieben Einsätzen wollen die Spanier ihn trotz Dreijahresvertrags wieder abschieben. Eine Möglichkeit ist China, wo das Transferfenster bis 26. Februar offen ist. Auf der Tribüne saß van der Vaart neben dem HSV-Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Gernandt. Möglich, dass die beiden über die Zukunft sprachen, in der van der Vaart als Repräsentant nach Hamburg zurückkommen soll.
(dpa)