DFB-Pokal

Eine Frage des Abschlusses

In Dortmund spielte die Werkself aus Wolfsburg zwar 90 Minuten nahezu auf Augenhöhe mit, doch vor dem gegnerischen Tor war der BVB in den beiden entscheidenden Szenen einfach wacher und zielführender.

Bereits nach drei Minuten lag der Ball zwar im Dortmunder Netz, doch Perisic war im vorangegangenen Luftkampf Torwart Weidenfeller zu heftig angegangen. Diese Szene aber zeigte den unbedingten Willen der Gäste, den Borussen vor eigenem Publikum im DFB-Halbfinale ein würdiger und gefährlicher Gegner zu sein. Die Zuschauer sahen deshalb eine von Beginn an abwechslungsreiche Partie in einem teilweise offenem Schlagabtausch. Den Führungstreffer markierten allerdings nach zwölf Spielminuten die Borussen. Reus hatte Mkhitaryan rechts vor dem VfL-16er angespielt, der Armenier zog etwas ins Zentrum und schoss, von Luiz Gustavo nicht konsequent genug angegriffen, aus gut 16 Metern ab und traf flach ins rechte Toreck, zu platziert für den hechtenden Schlussmann Grün. Die nächsten guten Chancen vergaben Reus (17.) und Luiz Gustavo (18.), danach köpfte Olic drüber (21.). Dem 1:1 in der spannenden, temporeichen Partie kam Malanda am nächsten, dessen mächtiger Schuss an den linken Pfosten krachte (42.). Besser machte es wieder einmal ein Borusse, nur eine gute Minute später. Erneut hatte Reus aufgelegt, diesmal setzte sich Lewandowski mit der Kugel gegen zwei Innenverteidiger durch und hämmerte das Spielgerät oben links ins Netz (43.).

Ähnlich ging es nach der Pause weiter. Vor allem Lewandowski zeigte seine Gefährlichkeit, traf den Pfosten (49.) und schoss ein Abseitstor, das mit dem bloßen Auge eigentlich nicht zu erkennen war (54.). Danach wechselten sich Olic, Malanda und Großkreutz mit verschiedenen Toraktionen ab, doch die Zeit verstrich unaufhaltsam, nicht nur wegen des kurzweiligen Spiels, sondern vor allem für die Wölfe, die immer noch zwei Treffer zurück lagen. Dennoch gaben die Gäste nicht auf, trafen durch Luiz Gustavo den Pfosten aus kurzer Entfernung (81.), wobei sich im vorangegangenen Einsatz Malanda einen Innenband-Anriss zuzog und ausgewechselt werden musste. Die Szene beinhaltete allerdings die letzte gute Torchance des Halbfinales, so dass der BVB als erster Finalist für Berlin planen durfte.