Bundesliga

FCB - HSV, Auflage 100

Borussia Dortmund empfängt am Freitag die Remis-Spezialisten aus Mainz, die sechs ihrer zehn Punkteteilungen auswärts einfuhren. Die 05er müssen mit dem Handikap leben, einen Debütanten (Kapino) ins Tor zu stellen, da Stammkeeper Karius gesperrt fehlt. Der BVB könnte im Falle eines deutlichen Sieges am Gegner vorbeiziehen. Als Stimmungs-Aufheller empfanden die Schwarzgelben Reus´ Vertragsverlängerung unter der Woche.

Das nominelle Spitzenduell des 21. Spieltags steigt in der BayArena, wenn die Werksklubs aus Leverkusen und Wolfsburg die Klingen kreuzen. "Das ist eine höchst interessante Aufgabe für uns", doziert VfL-Coach Dieter Hecking, dem bewusst ist, dass der Gegner aus Leverkusen sich im aktuellen Kopf-an-Kopf-Rennen um die CL-Ränge keine Pleite leisten kann. Bayers Problemzone: Der Angriff. "Es wird Zeit, dass wir unser Spiel in Toren ausdrücken", fordert Roger Schmidt eine bessere Ausbeute als zuletzt (5 Tore in 7 Spielen). Wolfsburg war im gleichen Zeitraum ungleich besser (16 Treffer). Die meisten Saisontreffer produzierte aber Tabellenprimus FC Bayern - der nun mit dem Hamburger SV einen Kontrahenten begrüßt, der in München in den letzten Jahren mehrfach übel unter die Räder geriet. Im 100. Bundesligavergleich mit dem FCB will der HSV nicht unbedingt erneut die Kiste voll bekommen. "Man muss schon eine Leistung über das Maß hinaus zeigen, wenn man gegen die beste Mannschaft der Welt etwas holen will", stellt Joe Zinnbauer den Unterschied heraus. Die Münchner hoffen, dass Ribery zumindest für einen Teilzeiteinsatz wieder auflaufen kann. Zwei in der Rückrunde noch ungeschlagene Teams treffen im Weserstadion aufeinander. Die Gäste aus Augsburg, von Werder-Coach Viktor Skripnik gelobt ("Den vierten Platz in der Tabelle bekommt man nicht geschenkt"), müssen die nicht unerhebliche Zahl von neun Ausfällen kompensieren, aber auch bei den Bremern sind längst noch nicht alle personellen Fragezeichen abgearbeitet; bei Torjäger Di Santo ist man optimistisch. Zweckoptimismus ist angesagt, beim Spiel 1899 Hoffenheim vs. VfB Stuttgart: Die baden-württembergischen Kontrahenten starteten erfolglos in die Rückrunde, was die Kraichgauer (noch ohne Punkt) den Anschluss an die EL-Plätze kostete und den VfB (1 Zähler) ans Tabellenende zurückwarf. Die weiteren Samstagsspiele sind das rheinische Duell Gladbach gegen Köln sowie Schalkes Gastspiel in Frankfurt. Der mittlerweile verbriefte Karnevalsklub 1. FC Köln beeindruckt auch MG-Trainer Lucien Favre: "Auswärts haben sie schon viele Begegnungen gewonnen, zuletzt auf Schalke und in Hamburg", warnt er vor den Kontern des Aufsteigers.

Für die am Sonntag tätigen Klubs gilt es, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Besonders die erste Partie ist davon geprägt. Die Berliner Hertha konnte am vorigen Spieltag unter Neu-Coach Pal Dardai zwar den Abwärtstrend stoppen, steht aber nun gegen Freiburg in der Pflicht nachzulegen. Helfen soll dabei der frischgebackene Afrikameister Kalou, der für die Elfenbeinküste im Finale gegen Ghana einen Elfmeter verwandelte. Für Freiburg kommt es laut Christian Streich darauf an, die spielerische Linie wiederzufinden, die beim BVB-Spiel nicht zu sehen war. Hannover und Paderborn starteten gleichermaßen schlecht in die zweite Saisonhälfte (je ein Zähler) und sehen sich plötzlich mit mehr oder minder akuten Abstiegsproblemen konfrontiert. Die "Roten" zehren noch von ihrem Polster, wissen aber auch, dass die Erfolgserlebnisse nicht mehr lange auf sich warten lassen sollten. Tayfun Korkut gab sich auf der Pressekonferenz zuversichtlich, dass die 96er "...beginnend mit dem Wochenende die ersehnten Punkte einfahren."