Bundesliga

Gewachsene Zuversicht beim Tabellenletzten

Im Tabellenkeller hatte nur der VfB Stuttgart Grund, den 32. Spieltag als Erfolg zu betrachten. Paderborn fiel zurück in die Abstiegsränge, während Köln diese Option nach dem 2:0 über Schalke endgültig ausschließen konnte.

Der VfB Stuttgart sicherte sich einen dringend benötigten Sieg. Die Rote Laterne konnte man nach dem 2:0-Erfolg über Mainz zwar nicht abgeben, machte jedoch gegenüber allen direkten Konkurrenten Boden gut. Und das Restprogramm eröffnet den Schwaben sogar die Chance, aus eigener Kraft zumindest Relegationsplatz 16 zu erreichen: Beide verbliebenen Gegner, der Hamburger SV und abschließend der SC Paderborn, sind in Schlagdistanz. "Wir haben noch nichts, nur ein Spiel gewonnen. Wir brauchen noch zwei solche Spiele", fordert Huub Stevens deshalb folgerichtig. "Es hat Spaß gemacht, die Mannschaft heute anzuleiten." Dass es für die überlegenen Stuttgarter richtig spaßig wurde, erforderte zunächst allerdings eine Fehlleistung von Gästekeeper Karius, der einen als Aufsetzer abspringenden Distanzschuss Didavis falsch berechnete (66.): "Ich war ein bisschen zu früh unten und der Ball springt zu weit nach oben." Nach einem feinen Rückpass Harniks stellte Kostic in der 79. Minute den Endstand her.

Paderborns Lage verschlechterte sich. Gegen den konzentriert und kontrolliert aufspielenden VfL Wolfsburg geriet André Breitenreiters Team bereits nach dem ersten Durchgang entscheidend ins Hintertreffen. Ein Kopfballtreffer durch Klose nach einer Ecke (15.) sowie der nach Perisics Flanke völlig freistehende Dost (25.) sorgten für eine ungefährdete 2:0-Pausenführung der Gäste. Als Dost in der Schlussphase mit einem Abstaubertreffer auf 3:0 erhöhte (82.), waren die letzten Unklarheiten beseitigt - auch bezüglich der direkten Qualifikation der Wolfsburger für die Champions League. Rupps schöner Ehrentreffer in der Schlussminute zum 1:3 konnte dem Spiel natürlich keinen anderen Verlauf mehr geben, aber möglicherweise der Moral zuträglich sein: "Wir wissen auch, dass wir noch eine sehr gute Chance haben", gab Breitenreiter den Kampf um den Klassenerhalt längst noch nicht verloren.
Kölns 2:0-Sieg gegen Schalke (34., Risse/89., Gerhardt) befreite den FC auch rechnerisch von etwaigen Möglichkeiten, noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Auf der anderen Seite erhöhte er jedoch die Gefahr der Königsblauen, selbst die als Minimalziel angegebene EL-Teilnahme noch zu verpassen. "Köln hat verdient gewonnen. Eigentlich wollten wir etwas ganz anderes zeigen, aber das haben wir nicht geschafft", gestand der entgeisterte Roberto Di Matteo ein. Alle Ballbesitzvorteile der Gäste verpufften wirkungslos, da in Sachen Torgefährlichkeit die Kölner das bessere Team stellten.