Bundesliga

HSV, Nürnberg und Braunschweig zittern stärker

Das 1:2 im Nord-Derby in Hannover dürfte den Hamburgern gar nicht geschmeckt haben, wirft die Hanseaten weiter zurück im Abstiegskampf. Auch Braunschweig (0:2 in Freiburg) und Nürnberg (1:4 in Wolfsburg) mussten Rückschläge einstecken. Stuttgart holte dagegen einen wichtigen Punkt in Gladbach (1:1), während die Mainzer gegen Werder Bremen beim 3:0 vor allem im ersten Durchgang auftrumpften.

Einen extrem wichtigen Sieg fuhr Hannover 96 nach zuletzt blassen Leistungen im Nord-Derby gegen den Hamburger SV ein. Bereits im ersten Durchgang waren die Hausherren gegen überraschend zurückhaltende Hanseaten deutlich zielstrebiger, brachten die Kugel aber einzig durch Stindl (9.) über die Torlinie. Gleich nach der Pause zeigte Calhanoglu seine Freistoßkünste, glich plötzlich aus (48.). Den 2:1-Erfolg für 96 sicherte am Ende Ya Konan im Nachschuss (86.), weil die Niedersachsen einfach mehr investierten.

Allein die Kampfstärke stimmte beim 0:2 von Eintracht Braunschweig beim SC Freiburg, der sich damit ein gutes Stück vom akuten Abstiegskreis absetzen konnte. Die beiden Treffer der Gastgeber vielen verdient, aber sehr glücklich. Zuerst köpfte Vrancic ins eigene Tor (8.), kurz nach der Pause fälschte Bicakcic unglücklich einen satten Schuss von Schuster unhaltbar für seinen Keeper Davari ab (48.), der ansonsten ein größeres Debakel für das Schlusslicht mit tollen Paraden abwendete.
Auch für den stark gefährdeten 1. FC Nürnberg gab es beim VfL Wolfsburg - trotz des Führungstreffers von Feulner (8.) - nichts zu holen. Schnell drehte der überlegene VfL durch Olic (19.) und Perisic (22.) die Partie und legte durch den starken Junior Malanda (69.) sowie Perisic (82.) verdientermaßen nach. Der VfL fuhr weiter überzeugend in Richtung Europa.

Eine starke Leistung bot der VfB Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach, führte völlig verdient durch Spielmacher Didavi (12.), versäumte es aber, trotz vieler Chancen, nachzulegen. So gelang den enttäuschenden Gastgebern doch noch der Ausgleich durch Arango (89.), der diesmal, was überaus selten vorkommt, per Kopfball traf.

Eine absolut gebrauchte erste Halbzeit warf Werder Bremen beim 1. FSV Mainz 05 hoffnungslos zurück. Zuerst zirkelte Petersen die Kugel ins eigene Netz (5.), dann schenkten die Hanseaten Moritz das 2:0 (16.), ehe Malli nach einem Durchbruch das Runde zum 3:0 in die Maschen jagte (39.). Im zweiten Durchgang passierte nicht mehr viel.

Am Freitagabend hatte der FC Schalke 04 mit Eintracht Frankfurt ein dickes Brett zu durchschlagen. Die couragierten Gäste tauchten auch immer mal wieder gefährlich vor dem Tor des Favoriten auf, doch Schlussmann Fährmann hielt seinen Kasten sauber. Letztlich war S04 effektiver, traf erstens durch Max Meyer (59.) und zweitens durch einen tollen Freistoß von Farfan in der Nachspielzeit, blieb den Dortmundern im Kampf um Platz zwei somit dicht auf den Fersen.