Bundesliga

Lewandowski - nur Staunen

Die lange Zeit erfolglosen Torjäger Ibisevic (Hertha) und Wagner (Darmstadt) sorgten mit jeweiligen Doppelpacks für Erfolge ihrer Teams. Den Vogel aber schoss Lewandowski ab ...

Robert Lewandowskis Rekordballerei im Spiel des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg dürfte schwer zu überbieten sein: Eingewechselt nach der Pause, bei einem auch verdienten 1:0-Zwischenstand für die Gäste (26., Caligiuri), benötigte der Bayern-Stürmer nicht einmal neun Minuten (zwischen der 51. und 60. Minute), um die Partie mit fünf Toren komplett umzubiegen; zwei weitere Lewandowski-Treffer waren anschließend sogar noch möglich. Aber auch das Fünferpack genügte, um Pep Guardiola die Fassung zu rauben: „Das werde ich nicht noch einmal erleben.“ Gästecoach Dieter Hecking rang ebenfalls nach Worten: „Was dann passiert ist, kann man nicht erklären. Man muss aber sagen: fünf Tore in neun Minuten gehen nicht.“

Der 1. FC Köln verfehlte sein Ziel, den guten Lauf in Berlin fortzusetzen. Über die gesamten 90 Minuten betrachtet ging von der Hertha mehr Druck und Torgefahr aus. Goalgetter Ibisevic, der eine lange Durststrecke beendete, brachte die Berliner mit einem Kopfballtreffer kurz vor dem Pausengang verdient in Führung (43.). Zu selten kam der FC nach Wiederanpfiff zu guten Offensivaktionen, als dass eine Wende gerechtfertigt wäre. Berlin verpasste indes seine Möglichkeiten, vorzeitig den Sack zuzumachen. In der Nachspielzeit markierte Ibisevic schließlich den 2:0-Endstand.
Aufsteiger FC Ingolstadt kassierte eine etwas unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen den Hamburger SV. HSV-Neuzugang Gregoritsch traf in der 87. Minute mit einem abgefälschten Freistoß. „Zuvor hätten wir unsere Chancen besser verwerten müssen, dann läuft es vielleicht anders“, erkannte Ralph Hasenhüttl richtig. Allerdings dominierten die Hanseaten in der Schlussphase und hätten aus dem Spiel heraus schon vorher treffen müssen (75., Lasogga aus Nahdistanz daneben).

Ein ehemaliger Werderaner fügte den Bremern per Doppelpack die 1:2-Auswärtsniederlage beim SV Darmstadt zu: Sandro Wagner verwandelte in der 31. Minute einen von Wiedwald unnötig an Rosenthal verursachten Foulelfmeter und war zur Stelle, um Hellers Flanke aus kurzer Distanz ins Tor zu köpfen (84.). Johannsson hatte Bremen in der besseren ersten Spielhälfte in Führung gebracht (20.). Die zweiten 45 Minuten waren weitgehend durch Mittelfeldaktionen bestimmt. „Es reicht nicht, nur Fußball zu spielen. Man muss auch kämpfen“, kritisierte Viktor Skripnik die Grünweißen.