WM-Qualifikation

Noch sieben Direkt-Tickets im Angebot

Zwei direkte Endrundenplätze sind bereits vergeben, in sieben Gruppen der UEFA-Ausscheidungen müssen die Sieger noch ermittelt werden. Das größte Fragezeichen prangt über der Gruppe H.

Fünfpunkte-Polster
In den meisten Gruppen hat sich vor dem vorletzten Spieltag entweder ein klarer Favorit auf den ersten Platz, und die damit verbundene direkte WM-Qualifikation herausgeschält, oder die Entscheidungen sind bereits gefallen. In der Gruppe A sind es die Belgier, die fünf Zähler Distanz zwischen sich und den nächsten Verfolger (Kroatien) gebracht haben. Gruppe C wird von Deutschland angeführt - auch hier stellen fünf Punkte Vorsprung gegenüber Verfolger Schweden eine sehr gute Basis dar. Die gleiche Ausgangslage besteht in der Gruppe E - hier erfreut sich die Schweiz des stattlichen Vorsprunges vor Island.
Bereits sicher vergeben sind die Endrunden-Fahrscheine in zwei Gruppen: Italien steht als Gewinner der Gruppe B fest; hier geht es nur noch um Platz zwei, wie auch in der Gruppe D, wo die vorzeitig qualifizierten Niederländer locker auslaufen könnten. In der Gruppe I, in der nur fünf Mannschaften konkurrieren, hält Tabellenführer Spanien gegenüber den mindestens als Zweitplatzierter feststehenden Franzosen alle Trümpfe in der Hand. Man hat - bei derzeitigem Punktegleichstand - noch ein Spiel mehr in Hinterhand und das direkte Duell gegen „ Les Bleus“ gewonnen.

Spitz auf Knopf
Ernsthaft zur Disposition stehen die Gruppensiege, zumindest anhand der geringen Punktabstände, noch in drei Fällen. In der Gruppe F weist Russland lediglich einen Zähler mehr als Portugal aus. Da Fabio Capellos Kicker aber nur noch gegen die beiden Gruppenletzten spielen müssen - Luxemburg und Aserbaidschan - scheint Platz eins für die Portugiesen trotz des knappen Rückstandes kaum noch erreichbar. Gruppe G sieht mit Bosnien-Herzegowina und Griechenland zwei punktgleiche Teams vorn, die nicht mehr einzuholen sind. Im direkten Vergleich haben die Bosnier die Nase vorn. Bringen sie ihre Partien gegen Liechtenstein und in Litauen durch, müssen die Griechen in die Relegation. Das spannendste Finish steht in der Gruppe H an, wo bei zwei ausstehenden Runden rechnerisch noch vier Teams um Platz eins im Rennen verblieben: England (16 Punkte), Ukraine und Montenegro (jeweils 15) sowie Polen (13). Diese vier Kandidaten kämpfen am Freitag untereinander um möglicherweise entscheidende Punkte. Die vorn platzierten Mannschaften Englands (gegen Montenegro) und der Ukraine (gegen Polen) würden mit jeweiligen Heimerfolgen den Kampf um Platz eins vor dem letzten Spieltag auf ein Duell reduzieren. Überraschungen sind allerdings in dieser Gruppe nicht auszuschließen; Montenegro beispielsweise weist mit zehn Zählern die beste Auswärtsbilanz vor.