Bundesliga

Normal, oder nicht?

Frankfurt, Schalke und Bremen setzten sich dank ihrer Siege an die Spitze einer sechsköpfigen Gruppe, die nach vier Spieltagen jeweils sieben Zähler sammelte. Köln fing sich die erste Saisonschlappe ein, Hoffenheim blieb nach wie vor sieglos.

Das 6:2-Spektakel der Frankfurter gegen den 1. FC Köln wurde am Samstagabend seines Topspiel-Status´ gerecht. "Die Bälle der Eintracht in die Tiefe, da haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht und die effektiven Stürmer haben das dann gnadenlos ausgenutzt ...", führte FC-Coach Peter Stöger die spielentscheidenden Schwächen der Geißböcke auf, die der Eintracht eine sichere 4:1-Halbzeitführung verschafften. Meier, bei seinem Comeback nach langwieriger Verletzung, sowie Eintracht-Neuverpflichtung Castaignos teilten sich als zweifache Torschützen bis dahin die Ausbeute der Hessen. Nach dem Seitenwechsel klinkte sich auch Frankfurts dritter Angreifer, Seferovic (73.), in die Torjagd ein; den Endpunkt setzte aber wieder Meier (87.). Für die Gäste hübschten Modeste (28.) und Heintz (81.) das Ergebnis auf. "Dass Alex Meier im ersten Spiel nach fünf Monaten Verletzungspause drei Tore macht, ist sicher nicht normal. Aber er ist ja auch kein normaler Spieler. Von daher ist es ja fast schon wieder normal", landete Armin Veh nach Spielende noch einen rhetorischen Treffer.

Keinen Treffer direkt erzielt, aber den ausgesprochen spät herausgeholten Sieg der Bremer in Sinsheim eingeleitet hat Werders Rückkehrer Claudio Pizarro. "Wir haben Claudio genau für diese Situationen verpflichtet und nicht nur, um seine Trikots zu verkaufen", meinte Viktor Skripnik. Bremen hatte bei 1899 Hoffenheim verdient zur Pause mit 1:0 geführt (45., Junuzovic), nach dem Ausgleich durch Vargas (49.) aber den Faden verloren. Mit Pizarros Einwechslung (82.) befreiten sich die Grünweißen vom Druck der im zweiten Abschnitt stärker gewordenen Kraichgauer und profitierten in der Nachspielzeit von der Übersicht des Peruaners, der den besser postierten Ujah beim 2:1 in Szene setzte. Eine Minute später baute Junuzovic das Resultat gar auf 3:1 zugunsten der Grünweißen aus.
Über den verdienten 2:1-Erfolg Schalkes gegen den FSV Mainz musste man nicht diskutieren. "So muss eine Heimmannschaft auftreten. Schalke hat uns in den ersten 25 Minuten vor riesige Probleme gestellt", fand FSV-Trainer Martin Schmidt lobende Worte für den Gastgeber, der nur aufgrund schlechter Chancenverwertung - Huntelaar vergab sogar einen Elfer (5.) - die Sache nicht frühzeitig klar machte. Matip (37.) und schließlich doch noch Huntelaar (61.) sorgten für die drei Zähler; Malli glich zwischenzeitlich für die 05er aus (42.). "Das war über weite Strecken der Fußball, den ich mir vorstelle", äußerte sich André Breitenreiter zufrieden.