Nürnbergs starke Aufholjagd
von Günther Jakobsen
Dieter Hecking musste sich mit seinem neuen Arbeitgeber VfL Wolfsburg mit einem 2:2-Unentschieden gegen seinen alten Verein 1. FC Nürnberg zufrieden geben. Die Partie war ein Spiegelbild der inkonstanten Rückserie der Niedersachsen. Nach einer souveränen ersten Halbzeit verspielten sie gegen starke Clubberer in der zweiten Hälfte eine Zwei-Tore-Führung.
Zum ersten Mal seit seinem Wechsel nach Wolfsburg traf VfL-Trainer Dieter Hecking auf seinen ehemaligen Arbeitgeber 1. FC Nürnberg. Und zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss im Sommer stand bei den Autostädtern Stürmer Helmes wieder in der Startelf. Das Comeback des Nationalstürmers, aber auch Personalprobleme im Mittelfeld - Träsch und Vierinha fehlten erkrankt bzw. verletzt, Meisterkapitän Josué wurde noch kurzfristig an Atletico Mineiro verkauft - veranlassten Hecking zu einer Umstellung vom 4-2-3-1 auf ein 4-4-2-System. Zudem gab der vor einem guten Jahr von Magath geholte Serbe Medojevic im rechten Mittelfeld sein Bundesligadebüt. Die Taktik der Nürnberger, erst einmal sicher in der Defensive zu stehen und vorne auf Konter über den schnellen Stoßstürmer Esswein zu setzen, wurde schon nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. Diego zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze über die gegnerische Mauer in die Maschen. Nach der frühen Führung überließen die Niedersachsen den Franken die Initiative und lauerten selbst auf Konter. Zwar hatten die Nürnberger zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Essweins Schuss strich am linken Pfosten vorbei (5.), und VfL-Schlussmann Benaglio musste Chandlers Versuch über den Querbalken lenken (18.). Aber ansonsten verfingen sich die Franken mit ihren Angriffen zumeist in der gut organisierten Abwehr der Autostädter. Und in der Offensive setzten die Hausherren gefährliche Nadelstiche. War Bundesliga-Debütant Medojevic in der elften Minute noch an FCN-Torwart Schäfer gescheitert, bereitete er eine gute Viertelstunde später zumindest sein erstes Bundesligator vor. Gegen zwei Nürnberger spielte der Serbe den Ball zu Olic, und der ehemalige Münchner schlenzte die Kugel aus zwanzig Metern unter die Latte (27.). Nach dem zweiten Gegentreffer verlor der Club völlig die Ordnung, kam kaum mehr nach vorne, und die Fehler häuften sich. Mit einem Konter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte Rückkehrer Helmes den Sack fast zugemacht, traf allerdings lediglich den Pfosten.
Dieser vergebenen Chance mussten die Wölfe in der zweiten Halbzeit nachtrauern. Denn die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine. Vor allem das sogenannte "Gegenpressing" der Nürnberger bei Ballverlust war in dieser Phase beeindruckend und hatte teilweise schon bayern- und dortmundeske Züge. Die Gastgeber wurden in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt und hatten bei den ersten Chancen der Franken in der zweiten Hälfte noch Glück, dass Feulner das Ziel verfehlte (49.) und Esswein an Benaglio scheiterte (56.). Zwei lange Bälle vom Nürnberger Spielmacher Kiyotake stürzten die Wolfsburger in Verlegenheiten und kosteten ihnen den Sieg. Nach einer Flanke des Japaners landete der Abwehrversuch von Medojevic bei Simons, der die Kugel aus knapp 25 Metern volley ins Netz knallte (61.). Fünf Minuten später bekamen die Clubberer 30 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse einen Freistoß zugesprochen, den Kiyotake in den Strafraum hineinbrachte, dort kam Nilsson mit seinem Fuß an den Ball heran und brachte ihn im Tor unter. Wolfsburgs Trainer Hecking stellte nach dem Ausgleich der Gäste im Mittelfeld auf eine Doppelsechs mit Polak und dem Debütanten Medojevic um. Die Platzelf gab sich nicht mit dem Unentschieden zufrieden und war zumindest bemüht, wieder nach vorne zu spielen. Aber Diegos harmloser Abschluss aus der 68. Minute war der einzige Schuss der Wolfsburger in der gesamten zweiten Halbzeit, der aufs Tor kam. Immerhin gelang es dem VfL mit seinen Angriffsbemühungen, sich vom Nürnberger Druck zu befreien. Trotzdem blieben die Franken auch in der Schlussphase die gefährlichere Mannschaft. Fast hätten sie nach einer weiteren Flanke das Spiel komplett gedreht, jedoch knallte der Kopfball des zur Pause eingewechselten Stoßstürmers Pekhart nur an den Querbalken (83.).
Senthuran Sivananda
Zum ersten Mal seit seinem Wechsel nach Wolfsburg traf VfL-Trainer Dieter Hecking auf seinen ehemaligen Arbeitgeber 1. FC Nürnberg. Und zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss im Sommer stand bei den Autostädtern Stürmer Helmes wieder in der Startelf. Das Comeback des Nationalstürmers, aber auch Personalprobleme im Mittelfeld - Träsch und Vierinha fehlten erkrankt bzw. verletzt, Meisterkapitän Josué wurde noch kurzfristig an Atletico Mineiro verkauft - veranlassten Hecking zu einer Umstellung vom 4-2-3-1 auf ein 4-4-2-System. Zudem gab der vor einem guten Jahr von Magath geholte Serbe Medojevic im rechten Mittelfeld sein Bundesligadebüt. Die Taktik der Nürnberger, erst einmal sicher in der Defensive zu stehen und vorne auf Konter über den schnellen Stoßstürmer Esswein zu setzen, wurde schon nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. Diego zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze über die gegnerische Mauer in die Maschen. Nach der frühen Führung überließen die Niedersachsen den Franken die Initiative und lauerten selbst auf Konter. Zwar hatten die Nürnberger zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Essweins Schuss strich am linken Pfosten vorbei (5.), und VfL-Schlussmann Benaglio musste Chandlers Versuch über den Querbalken lenken (18.). Aber ansonsten verfingen sich die Franken mit ihren Angriffen zumeist in der gut organisierten Abwehr der Autostädter. Und in der Offensive setzten die Hausherren gefährliche Nadelstiche. War Bundesliga-Debütant Medojevic in der elften Minute noch an FCN-Torwart Schäfer gescheitert, bereitete er eine gute Viertelstunde später zumindest sein erstes Bundesligator vor. Gegen zwei Nürnberger spielte der Serbe den Ball zu Olic, und der ehemalige Münchner schlenzte die Kugel aus zwanzig Metern unter die Latte (27.). Nach dem zweiten Gegentreffer verlor der Club völlig die Ordnung, kam kaum mehr nach vorne, und die Fehler häuften sich. Mit einem Konter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte Rückkehrer Helmes den Sack fast zugemacht, traf allerdings lediglich den Pfosten.
Dieser vergebenen Chance mussten die Wölfe in der zweiten Halbzeit nachtrauern. Denn die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine. Vor allem das sogenannte "Gegenpressing" der Nürnberger bei Ballverlust war in dieser Phase beeindruckend und hatte teilweise schon bayern- und dortmundeske Züge. Die Gastgeber wurden in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt und hatten bei den ersten Chancen der Franken in der zweiten Hälfte noch Glück, dass Feulner das Ziel verfehlte (49.) und Esswein an Benaglio scheiterte (56.). Zwei lange Bälle vom Nürnberger Spielmacher Kiyotake stürzten die Wolfsburger in Verlegenheiten und kosteten ihnen den Sieg. Nach einer Flanke des Japaners landete der Abwehrversuch von Medojevic bei Simons, der die Kugel aus knapp 25 Metern volley ins Netz knallte (61.). Fünf Minuten später bekamen die Clubberer 30 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse einen Freistoß zugesprochen, den Kiyotake in den Strafraum hineinbrachte, dort kam Nilsson mit seinem Fuß an den Ball heran und brachte ihn im Tor unter. Wolfsburgs Trainer Hecking stellte nach dem Ausgleich der Gäste im Mittelfeld auf eine Doppelsechs mit Polak und dem Debütanten Medojevic um. Die Platzelf gab sich nicht mit dem Unentschieden zufrieden und war zumindest bemüht, wieder nach vorne zu spielen. Aber Diegos harmloser Abschluss aus der 68. Minute war der einzige Schuss der Wolfsburger in der gesamten zweiten Halbzeit, der aufs Tor kam. Immerhin gelang es dem VfL mit seinen Angriffsbemühungen, sich vom Nürnberger Druck zu befreien. Trotzdem blieben die Franken auch in der Schlussphase die gefährlichere Mannschaft. Fast hätten sie nach einer weiteren Flanke das Spiel komplett gedreht, jedoch knallte der Kopfball des zur Pause eingewechselten Stoßstürmers Pekhart nur an den Querbalken (83.).