Internationaler Fußball

Ortswechsel

Saisonabschluss - Hochkonjunktur des Transfermarktes. Schon bevor die abschließenden Spieltage der vergangenen Saison überhaupt ausgetragen wurden, waren etliche Wechsel bereits perfekt. Des weiteren kursierten Spekulationen - bevorzugt bezogen auf die Topstars - wer künftig in ein neues Trikot schlüpfen würde.

Zu den aktuellsten Vollzugsmeldungen im europäischen Spielerkarussell gehört die Bestätigung, dass DFB-Nationalstürmer Mario Gomez, wie seit Wochen spekuliert, in die italienische Serie A wechselt. "Es war der Wunsch von Mario Gomez, vom FC Bayern in Richtung Florenz zu wechseln. Wir haben jetzt eine für alle Parteien faire Basis dieses Wechsels gefunden", erklärte der FCB-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. Mit seinen 112 Treffern in 172 Pflichtspielen leistete Gomez einen sehr respektablen Beitrag während seiner vierjährigen FCB-Zeit. Da er im Jahr vor der WM keine Garantie auf regelmäßige Einsätze bei den Münchnern hatte, lag ein Wechsel des Stürmers nahe.

Borussia Dortmund reagierte auf den Abgang Mario Götzes und gönnte sich den teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte: Henrich Mchitarjan (rund 25 Mio. Euro) heißt der aus Armenien stammende, 25-jährige Offensivakteur, der im Angriffswirbel der Schwarzgelben Akzente setzen soll. Mchitarjans Qualitäten wurden nicht nur in seinem Heimatland geschätzt. Auftritte in der Champions League sowie zuletzt der dreifache ukrainische Titelgewinn in Serie mit Schachtar Donezk weckten Begehrlichkeiten bei etlichen europäischen Topklubs.
Deutlich günstiger, berichtet wird von etwa 5 Mio. Euro, über drei Jahre verteilt, ging der Transfer des spanischen Torjägers David Villa innerhalb der Primera Division über die Bühne. Der 31-jährige Nationalstürmer, den ein Beinbruch längere Zeit außer Gefecht gesetzt hatte, verließ den FC Barcelona nach dreijähriger Zugehörigkeit in Richtung Atletico Madrid. Bei den Madrilenen soll Villa den Platz von Radamel Falcao (zu AS Monaco) einnehmen. Von der Spielweise her ein Eins-zu-Eins-Wechsel, beide Akteure sind sehr flexibel.