Regionalliga

Spannender Abstiegskampf im Norden

Die unterschiedliche Anzahl absolvierter Spiele macht den Abstiegskampf in der Nord-Staffel noch unberechenbarer als er ohnehin schon ist. Die U23-Teams von Hannover 96 und dem Hamburger SV konnten am Mittwoch in Nachholspielen ihre Chancen verbessern. Schalke II (Regionalliga West) gewann gegen Wiedenbrück.

Acht Vereine der Regionalliga Nord stecken noch bis zum Hals im Abstiegskampf. Die U23 des Hamburger SV (39 Punkte) zählt auch noch dazu, obwohl die Hanseaten durch den 3:0-Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht TSV Schilksee zwischenzeitlich in die vordere Tabellenhälfte, auf Platz neun sprangen. „Jetzt können wir am Samstag selbstbewusst nach Lübeck fahren“, nahm Trainer Soner Uysal gleich das nächste Ziel ins Visier. Die Treffer setzten Brand (27.), Arslan (64.) und Charrier (75.).
Die Zweite von Hannover 96 (37 Punkte) verbesserte die Chancen auf den Klassenerhalt mit einem klaren 4:0-Heimsieg gegen den bereits feststehenden Absteiger BV Cloppenburg. Roman Prokoph traf dabei zweimal (51./58.). Für die 96er spricht auch, dass sie erst 29 Spiele auf dem Konto haben, während der HSV II beispielsweise bereits 31 Partien absolvierte. Der VfV Borussia Hildesheim (37 Punkte/29 Spiele) rangiert tabellarisch auf gleichem Level mit den 96ern, musste im Nachholspiel gegen die SV Drochtersen/Assel auf eigenem Platz aber eine 0:1-Niederlage wegstecken (78., Krottke). „Wichtig ist jetzt, nach vorne zu schauen und noch ist hier ja alles offen“, tröstete Coach Jürgen Stoffregen.

In einem Nachholspiel der Regionalliga West setzte sich Schalke II mit 1:0 gegen den SC Wiedenbrück durch. Der freistehende Aleksey Gasilin sorgte spät (82.) in einer ansonsten chancenarmen Partie für die Entscheidung. Die Knappen festigten ihren Platz im Mittelfeld, auch Wiedenbrück (44 Punkte) sollte angesichts von neun Zählern Abstand zu den Abstiegsrängen keine Sorgen mehr haben.